Freiburger App Buddl: Fragen stellen und beantworten

Marius Notter

Ein "gutefrage.de" fürs Smartphone - aus Freiburg! Mit der Freiburger App Buddl kann man jedwede Frage an eine Community stellen und Antworten auf die Fragen Anderer schreiben:



Kann man vom Rumliegen Muskelkater bekommen? Hochdeutsch oder Dialekt? Wie lange sind Eier wirklich haltbar? Fragen, die man üblicherweise auf Websites wie "gutefrage.de" gestellt hat oder sich die Antwort mühsam in Wikipedia-Artikel zusammen gekleistert hat, kann man jetzt bei "Buddl" stellen -  schnell und unkompompliziert über das Smartphone. Die Antworten kommen dann von der Buddl-Community.


Anonym Fragen stellen, anonyme Antworten bekommen, das ist das Prinzip von “Buddl” - ohne Anmeldung, ohne Registrierung. Man muss sich lediglich die App runterladen und schon geht’s los. Buddl überzeugt durch schlichte Einfachheit, denn vom Öffnen der App bis zur gestellten Fragen sind es lediglich drei Schritte.

Im Hauptfenster der App befinden sich zwei Navigations-Buttons in der Form von Wegweisers auf denen "Antworten" und "Fragen" steht. Der "Antworten"-Button führt direkt zu einer Übersicht aller Fragen, unbeantwortete wie eigene.

Drückt man auf den Wegweiser "Fragen" öffnet sich ein Fenster, das an die Messenger-App "Whats-App" erinnert - nur werden hier keine Nachrichten, sondern Fragen abgeschickt. Schnell Frage abtippen, abschicken, und dann auf Antworten warten.

Kaffee - gute und schlechte Seiten?

"Wie verarbeitet man Trauer am Besten?", fragt zum Beispiel ein User. Bislang hat er drei Antworten erhalten. Einer rät philosophisch angehaucht: Man muss vergeben um zu vergessen. Ein anderer ist da pragmatischer: Viel raus in die Natur, sich nicht zusätzlich belasten, eine Auszeit gönnen und evtl etwas an seinem Leben verändern, damit man sich wieder lebendig fühlt. Ein Dritter rät: mit Leuten zusammen sein, die einem gut tun. Andere Frage: Kaffee - gute und schlechte Seiten? Ein User erklärt: Verdauungsfördernd, konzentrationsfördernd, stoffwechselfördernd. Ein anderer weiß um die negativen Nebenwirkungen: Entzieht dem Körper Flüssigkeit und birgt Suchtpotential.

So geht das mit jeder Frage: Es gibt kluge und dumme Antworten, lange und kurze, solche mit Erkenntnisgewinn und solche ohne.

Eine App aus Freiburg

Das Besondere an Buddl: Der App-Entwickler Benjamin Stähle stammt nicht aus dem amerikanischen IT-Mekka "Silicon-Valley", sondern aus Freiburg. Benjamin ist selbstständiger Programmierer und hat die "Buddl"-App zusammen mit seiner Schwester Lena Stähle entworfen und umgesetzt. "Ohne großes Eigenkapital ist es schwer als selbständiger Programmierer Geld zu verdienen", erklärt Benajmin Stähle, "eine App zu programmieren ist jedoch nicht mit einem großen Kapitalaufwand verbunden."

Der 24-Jährige schrieb den Code für das Programm, seine Schwester gestaltete das Artwork: ein Erdmännchen mit großen Augen das einen beim Öffnen der App anschaut. Vier Monate dauerte es bis die App bereit zur Testphase war - seit ein paar Wochen ist die Buddl-App im GooglePlay-Store für Android Smartphones kostenlos downloadbar. Apple-Nutzer müssen sich bis jetzt mit einer Browser-Version für Safari begnügen.

Übrigens: Vom Rumliegen kann man keinen Muskelkater kriegen, man sollte so schwätzen wie einem der Mund gewachsen ist, und Eier sind solange haltbar, wie sie in einer Schüssel Wassser oben schwimmen - das sagt zumindest Buddl.

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