Freiburg schafft zusätzliche Flüchtlingsplätze – und baut

Frank Zimmermann

Die Stadt schwenkt um: Wurden Flüchtlinge zuletzt dezentral, in Unterkünften für maximal 70 Leute, untergebracht, werden sie in Zukunft auch in größeren Heimen unterkommen. Die Stadt will bauen



2016 sollen neue Flüchtlingswohnungen entstehen. Gedacht ist dabei laut Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach an Unterkünfte für bis zu 300 Personen. Auch eine Verteilung auf alle Stadtteile sei unter den derzeitigen Bedingungen – für Juli hat das Land Baden-Württemberg der Stadt gemäß eines Verteilerschlüssels 149 Flüchtlinge zugewiesen – nicht mehr möglich.


Wohnungen können später anders genutzt werden

Neu errichten wird die städtische Baugesellschaft Freiburger Stadtbau das Flüchtlingswohnheim an der Hammerschmiedstraße, wo aktuell 240 Menschen leben. Allerdings handelt es sich bei den Neubauten nicht mehr um eine Sammelunterkunft, sondern um Wohnungen in unterschiedlicher Größe, die auch anders genutzt werden können, sollte der Flüchtlingsstrom einmal abnehmen. Baubeginn für die Flüchtlingswohnungen soll im Sommer 2016 sein, ein zweiter Bauabschnitt soll ab Frühjahr 2018 realisiert werden, so dass es im Endeffekt Platz für 320 Menschen geben wird.

Für das kommende Jahr hat die Stadt 800 neue Unterbringungsplätze vorgesehen, insgesamt müssten – Stand heute – 2016 in Freiburg 1380 neue Plätze für Flüchtlinge geschaffen werden. Für dieses Jahr fehlen aufgrund der ständig steigenden Flüchtlingszahlen noch 390 Plätze.

In Freiburg sind neue Flüchtlingsunterkünfte auf dem Gelände des Wohnheims St. Christoph an der Messe (50 zusätzliche Plätze), in einem Gebäude an der Bötzingerstraße (160 Plätze plus 100 für Notfälle) sowie in der Kaiservilla in St. Georgen (45) geplant.

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[Foto: Ingo Schneider]