Freiburg ohne Papst: 5.020 Unterstützerunterschriften

Regina Kleissler

Der Papst kommt erst am Samstag - aber fudder startet mit Vorsprung in die Live-Berichterstattung rund um den Freiburg-Besuch von Benedikt XVI. Das gesamte Wochenende werden unserere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den großen und kleinen Schauplätzen in der Stadt so aktuell wie möglich berichten. Unser erster Stopp: am Freitagmorgen, 10:30 Uhr in der Rosa Hilfe, wo die Initiative 'Freiburg ohne Papst' sich auf die Übergabe der Unterschriftenliste im Rathaus vorbereitet hat.



10:30 Uhr, Rosa Hilfe in der Adlerstraße. Lautes Lachen schallt über das Grethergelände. Die angenehme Lärmbelästigung kommt nicht etwa vom Strandcafé, wo einige Gäste entspannt ihren  Kaffee in der Vormittagssonne genießen, sondern von einer Handvoll Leute, die vor der Rosa Hilfe stehen.


Es sind Mitglieder der Anti-Papst-Initiative „Freiburg ohne Papst“. Sie bereiten sich auf ihre nächste Aktion vor: die Übergabe der von ihnen gesammelten Unterschriften gegen den Papstbesuch im Rathaus am Freitagmittag um 12 Uhr. 5.020 Freiburger haben den Aufruf des Bündnisses unterschrieben. Die heutige Protestaktion soll sogar von ZDF und SWR gefilmt werden.

Aufregung ist nicht zu spüren. Die Aktivisten sehen der heutigen Aktion geduldig und gelassen entgegen. „Wie viele Leute kommen werden, ist schwer zu sagen. Am Ende sind es mehr Presseleute als Leute von uns,“ scherzt Mathias Falk.

Die Aktivisten stärken sich mit Tee und Brezeln, machen Späße miteinander, genießen eine Zigarette oder hängen einfach nur auf einem der dunkelbraunen Ledersessel in der Rosa Hilfe herum.

Irgendwie entsteht eine Diskussion über Homosexualität und  das Verhältnis von Natur und Kultur, die Meinungen werden ernsthaft ausgetauscht, aber natürlich herrscht Konsens über gewisse Grundsätze, wie zum Beispiel: Homosexualität ist nichts Unnatürliches.