Trockenheit

Freiburg erhält jetzt Trinkwasser aus Hausen statt aus dem Dreisamtal

BZ-Redaktion

Normalerweise kommt Freiburger Trinkwasser aus dem Dreisamtal. Doch der Grundwasserpegel ist gesunken. Jetzt liefert die Badenova Wasser aus Hausen. Den Unterschied kann man schmecken.

Die Trinkwasserversorgung in Teilen Freiburgs verändert sich vorübergehend. Wegen der anhaltenden Trockenheit wird dafür jetzt mehr Wasser aus dem Werk in Hausen an der Möhlin verwendet. Das gab die Badenova in einer Pressemitteilung am Freitag bekannt. Normalerweise werden die Gebiete östlich der Güterbahnlinie aus dem Wasserwerk der Badenova im Dreisamtal versorgt.


Doch das Grundwasserangebot dort ist in den vergangenen Wochen stark gesunken, laut Badenova um 30 Prozent. Statt das Wasser aus noch größeren Tiefen zu holen, wird das andere Wasserwerk der Badenova in der Region angezapft. Dies sei auch die ökonomischere Lösung, sagt Yvonne Schweickhardt, eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage.

Höherer Härtegrad und mehr Kalk

Zu dem gefallenen Grundwasserpegel käme, dass der Wasserverbrauch in Freiburg in den vergangenen Monaten um etwa 15 Prozent angestiegen sei. Statt den sonst üblichen 60 000 Kubikmetern würden derzeit 70 000 gefördert.

Das Wasser aus Hausen bereitgestellt werde, sei im heißen Sommer von 2003 schon einmal vorgekommen. Menschen mit feinem Geschmacksinn könnten den Unterschied beim Leitungswasser bemerken. Denn das Wasser aus Hausen hat einen höheren Härtegrad, als das Dreisamtäler Nass. Es enthält zudem mehr Kalk. Die Versorgung der Region sei in keiner Weise gefährdet, Trinkwasser gebe es genug, so Schweickhardt. Wenn der Grundwasserspiegel bei Ebnet wieder gestiegen ist, soll die Wasserversorgung wieder umgestellt werden.

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