Gemeinderat

Freiburg bekommt einen Pop-Beauftragten

Simone Höhl

Freiburgs Gemeinderat hat den Haushalt beschlossen. Zwei der coolsten Beschlüsse: Die Stadt bekommt einen Pop-Beauftragten und steckt mehr Geld in den Skatepark.

Der Beschluss fällt überraschend. Freiburgs Gemeinderat stimmt im Akkord über Anträge ab, die noch Eingang in den neuen Haushalt der Stadt für dieses und nächstes Jahr finden sollen. Geld für den Uffhauser Platz in Zähringen? Abgelehnt. Geld für die Kunstkommission? Abgelehnt. Geld für einen Pop-Beauftragten? Angenommen.


Der Antrag der bunten Fraktionsgemeinschaft JPG (Junges Freiburg, Die Partei, Grüne Alternative, vier von 48 Mandaten) war zunächst in den Haushaltsberatungen durchgefallen. In der Debatte um ein vermeintliches Clubsterben und Mangel an Proberäumen in Freiburg hatte JPG einen Beauftragten für Pop-Kultur gefordert – einen Vermittler zwischen Machern und Verwaltung, zwischen Akteuren und Nachbarn, eine Anlaufstelle, die auch Fördermittel generiert.

Skatepark wird weitergebaut

In der letzten Lesung vor dem Haushaltsbeschluss am Dienstagabend dann kommen alle strittigen Anträge noch mal auf den Ratstisch – und die Mehrheit der Stadträtinnen und Stadträte genehmigt unter anderem insgesamt 50.000 Euro, um dieses und nächstes Jahr die halbe Stelle bei der städtischen Gesellschaft "Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe" zu finanzieren.

Zahlreiche strittige Anträge von verschiedenen Fraktionen werden in der Sitzung doch noch beschlossen, darunter auch ein weiterer für die Freiburger Jugend: Es gibt Geld für den Skatepark im Dietenbach-Park: 200.000 Euro.

Die Anlage ist dreiteilig konzipiert worden, aber nach jahrelangem Ringen bisher nur der erste Abschnitt für 175.000 Euro gebaut. Dafür gab’s Geld von der Eugen-Martin-Stiftung und einem Erbe. Der Initiative Skatement zufolge ist die unfertige Anlage zu klein für die vielen Skater, Scooter- und BMX- Fahrer sowie Parkour-Sportler. Nach Schätzungen sollen Teil zwei und drei 400 000 Euro kosten.

Der neue Etat der Stadt Freiburg für 2017 und 2018 hat ein Gesamtvolumen von fast zwei Milliarden Euro.

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