Frank London's Klezmer Brass All Stars: Klezmer aus Manhattan

Filipp Piatov

"Ich lebe in einem kleinen jiddischen Stetl, es heißt Manhattan. Und wir spielen die traditionelle Musik, die auch dort gespielt wird." Mit diesen Worten begrüßte Frank London gestern Abend sein Publikum im Jazzhaus. Dann legten er und seine Big Band los: Mit Humor, Bier und Musik.



Eine halbe Stunde dauert der Song, mit dem die Frank London's Klezmer Brass All Stars ihren Gig beginnen. Und er löst so manch versteinerte Miene in den Gesichtern der Jazzhaus-Besucher.


Sieben Musiker kommen auf die Bühne und legen sofort los. Mit viel Humor und guten Instrumentalisten erreicht Frank London in kurzer Zeit eine sehr gute Stimmung im leider nicht so vollen Jazzhaus. Mit viel Humor und in charmanter Deutsch-Englisch-Mischung erzählt der Bandleader von seinen Inspirationen und von seiner Bewunderung für die großartige Stimme seiner Kollegin Susan Watts.

"And now, we play a drinking song", ruft Frank London und fügt hinzu: "Wir wissen nicht ob es da oben, im Himmel, was zu trinken gibt. Also lasst es uns hier tun! Holt euch ein Bier!". Auch er selber überlässt den ersten Part seiner Band und ging an den Tresen, um seinem Aufruf selbst nachzukommen.

Oft sieht man der Band an, dass sie improvisieren, sie schließen die Augen um ihren Ideen freien Lauf zu lassen. Manchmal spielt aber auch London den Dirigenten und fordert seine Musiker auf, ein Solo hinzulegen. Dann geht die restliche Band von der Bühne um dem Solisten die Aufmerksamkeit nicht zu stehlen. Später verlässt ein Teil der Band die Bühne, um hinter dem Publikum weiter zu spielen: Ein interessantes Klanggefühl.

Nach zwei Stunden lebendiger Tanzmusik geht die Band von der Bühne und wird mit tosendem Applaus jedoch zurückgeholt, bis sie sich nach einem weiteren Stück endgültig verabschiedet. „Come again!“ ruft jemand.

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