Forscher-Blog live von der Messe: Solarrevolution auf dem Friedhof

Dominic Rock, Ingemar Peise & Meike Riebau

Das fudder-Team ist heute den ganzen Tag für euch auf der Messe unterwegs: Die Stände sind schon aufgebaut, die ersten Neugierigen tummeln sich in der Halle 1. Als erstes begegnet ist uns Tobias Spanke, 10, der mit seinem Solar-Grablicht die Friedhofswelt revolutionieren will.



Wie nervig, wenn man jeden Tag zum Friedhof laufen muss, um wieder eine Kerze anzuzünden, weil die alte ausgegangen oder runtergebrannt ist, dachte sich Tobias Spanke. Seine Oma musste fast jeden Tag zum Grab des Opas, um das Lebenslicht wieder anzuzünden.




Der fixe Enkel schuf Abhilfe - er schloss an eine herkömmliche Lampe eine LED-Lampe und eine Solarzelle an. "Normalerweise fallen auf Friedhöfen pro Jahr 70 gelbe Säcke an Plastikmüll an, nur wegen der ausgebrannten Kerzen," sein Grablicht sei dauerhafter und deshalb sehr viel umweltfreundlicher. Ein Tag Sonneneinstrahlung reiche aus, um es 9 Stunden leuchten zu lassen, hat der Zehnjährige aus Steinen herausgefunden.
Mit seinem Grablicht will er die Friedhofswelt revolutionieren: "Ich finde, man sollte die Friedhofsordnung umschreiben, und Solar-Kerzen zur Pflicht machen." Schon mit seinen zehn Jahren scheinen große Dagobert-Duck-Fantasien vor seinem inneren Auge zu entstehen.
Auch auf Wind- und Sturmfestigkeit hat er seine Erfindung schon getestet: In der Dusche hat er einen Regenschauer simuliert, und den mithilfe des Föns in einen Sturm verwandelt. "Es ist nichts passiert", erzählt er triumphierend.
Den wichtigsten Test hat das Licht auch schon bestanden: Die Vorführung bei der Oma. "Die war richtig begeistert", sagt der Viertklässler.