Forscher-Blog live von der Messe: CDs in der Mikrowelle

Dominic Rock, Meike Riebau & Ingemar Peise

Gewitter auf der CD - Blitze in der Mikrowelle: Wer kommt schon auf die Idee eine CD in der Mikrowelle brutzeln zu lassen? Andreas Elben, Johannes Reiner und Stephan Häfner haben es ausprobiert.



Es enstanden feine Verästelungen und Strukturen auf den CDs. Um diese vergleichen und auswerten zu können, entwickelten die Drei ein Software-Programm. Es basiert auf der Bestimmung der fraktalen Dimension, die sogenannte Box-Counting-Dimension. Eine Linie hätte die fraktale Dimension 1 und eine Fläche 2. Das nun vorhandene Muster auf der CD-Oberfläche liegt dazwischen. Zur Auswertung werden von dem Programm verschieden feine Gitter über das Bild gelegt und die jeweilige Anzahl der überdeckten Kästchen gezählt.


Mit den gewonnen Daten lässt sich nun die fraktale Dimension bestimmen. [Anm. des fudder-Teams: Wer das jetzt nicht verstanden hat, soll sich keine Sorgen machen. Wir standen auch etwas hilflos davor.]



Das entwickelte Programm ist nicht nur auf CDs beschränkt, sondern lässt sich in allen Fällen anwenden, in denen es  sich um eine mathematische Charakterisierung von beliebigen Mustern handelt. Stephan, Andi und Johannes besuchen die 13. Klasse des Fürstenberg-Gymnasiums in Donaueschingen. Die Idee zu dem Ganzen kam Ihnen bei der Arbeit in einer naturwissenschaftliche Arbeitsgruppe.

Die drei Freunde gehören schon zu den alten Hasen, sie nehmen zum 5. Mal dabei. Die Resonanz der Juroren und der Besucher auf ihr Projekt ist bis jetzt durchgehend positiv - aber erst die Preisverleihung heute Nachmittag wird das Ergebnsi zeigen.

Und ein par Tipps für das Nachmachen Zuhause haben Stephan und Co auch noch auf Lager: So wirkt zum Beispiel eine halb-aufgeschnittene Traube als Antenne und fängt an zu leuchten. Ausprobieren lohnt sich also - aber der Versuch ist auf eigene Gefahr.

Hier könnt ihr eine Alufolie in der Mikrowelle anschauen - mit dem gleichen Effekt wie eine CD.