Formel 1: Der kurioseste Crash aller Zeiten

Jens Schwengel

Am heutigen Sonntag jährt sich der Mechaniker-Alptraum von Spa zum zehnten Mal. Bei dem Crash kurz nach dem Start wurden im belgischen Spa 1998 alle Formel 1-Wagen in eine Massenkarambolge verstrickt. Nur die beiden Führenden Häkkinen und Schumacher kamen mit heilem Blech davon - ernsthaft verletzt wurde niemand.



Wenn kommenden Sonntag die Formel 1 durch die belgischen Ardennenwälder jagt, jährt sich dort zum 10. mal der größte und wohl auch teuereste Massencrash der Motorsportgeschichte. Es regnet, als sich im September 1998 die Fahrzeuge in Bewegung setzen, die Straße ist rutschig. Fast ein Wunder, dass das Feld trotzdem noch weitgehend heil um die Haarnadelkurve nach Start und Ziel kommt. Dann aber drücken die Fahrer das Gaspedal durch und die Rennwagen verschwinden in einer Gischtwolke.


Das Fernsehen blendet um: Aus dem Sprühnebel heraus kommen zuerst Mika Häkkinen, dann Michael Schumacher – und danach ein ungeheures Kuddelmuddel aus ineinander verkeilten Autos, begleitet von einer Wolke aus teurem Hightech-Schrott.

Wie in Slapstick-Unfällen springen herrenlose Reifen die Gerade hinab. Dann wird klar: fast das ganze Feld hat sich auf den wenigen Metern nach der Spitzkehre in seine Einzelteile zerlegt, und das Rennen wird für zwei Stunden untergebrochen. Ernsthaft verletzt hat sich damals übrigens niemand – alle Fahrer stiegen später in ihre Ersatzwagen und nahmen das Rennen wieder auf.

Spa 1998

Quelle: Youtube