Stellungnahme

Förderverein Lorettobad plädiert für Toleranz in alle Richtungen

Simone Lutz

Im schwelenden Konflikt um männliches Personal im Freiburger Lorettodamenbad, hat sich jetzt der Förderverein geäußert. Frauen aller Religionen seien willkommen – aber alle müssten Toleranz mitbringen.

Nach Streitigkeiten fordert eine Online-Petition mit inzwischen fast 1000 Unterschriften aus ganz Deutschland, das männliche Aufsichtspersonal im Lorettodamenbad abzuschaffen. Eine weitere Forderung, an bestimmten Tagen nur Freiburgerinnen Zutritt zu gewähren, wurde inzwischen fallen gelassen.


Frauen sollen männliches Personal akzeptieren

Der Förderverein für das Lorettobad hat nun eine Erklärung dazu veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Wir wollen, dass das Lorettodamenbad für möglichst viele Frauen gleich welcher Religion zur Verfügung steht. Wir wehren uns dagegen, dass aus religiösen Gründen Unterschiede gemacht werden."

So sei selbstverständlich der Burkini als Badekleidung zugelassen. Man akzeptiere aber nicht, dass eine religiöse Gruppe andere Besucherinnen aus dem Bad drängen wolle, mit körperlichen Attacken wie Ellenbogenstößen, mit Beleidigungen oder Verleumdungen des Aufsichtspersonals.

Im Namen des Fördervereins schreiben Verena Mark, Gisela Ruf, Gabriele Wolf-Keller und Klaus Winkler: "Frauen, die aus religiösen Gründen mit männlicher Badeaufsicht nicht einverstanden sind, sollten bedenken, dass seit Jahren von außen Einblick ins Damenbad besteht, der offensichtlich nicht als störend empfunden wurde. Wer ein öffentliches Damenfreibad wegen männlichen Aufsichtspersonals nicht nutzen mag, ist notgedrungen auf ein privates Bad angewiesen." Bundesweit fehle Fachpersonal; im Damenbad müsse auch der stellvertretende Betriebsleiter Aufsicht führen.



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