Feuerwehreinsatz

Flammen schlugen meterhoch aus Dachstuhl am Freiburger Münsterplatz

Joachim Röderer & Konstantin Görlich

Feuer am Münsterplatz: Mitten in der historischen Altstadt hat am Freitagabend der Dachstuhl eines Hauses am Münsterplatz gebrannt. Dabei wurde eine Person leicht verletzt.

Am späten Freitagabend, gegen 22.30 Uhr, hat am Freiburger Münsterplatz ein Dachstuhl gebrannt. Betroffen ist laut Polizeiangaben das Gebäude der Ganter-Brauereiausschanks direkt am Münsterplatz.


Die Flammen sollen bei Ankunft der Feuerwehr meterhoch aus dem Dachstuhl geschlagen haben.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem großen Aufgebot vor Ort. Es waren allein 60 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen zum Einsatzort geeilt. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Wiehre, Oberstadt und Rieselfeld. Nach knapp einer halben Stunden war das Feuer unter Kontrolle.

Eine Person ist bei dem Brand leicht verletzt worden – ein Mitarbeiter des Brauereiausschanks, der beim Verlassen des Lokals von einem herabstürzenden Dachziegel getroffen wurde.

Die Feuerwehr hat sofort sowohl den Ganter Brauereiausschank als auch das benachbarte Hotel Oberkirch mit Restaurant geräumt.



Die Retter hatten den Münsterplatz komplett abgesperrt, der nach Aussage der Polizei zunächst stark verraucht gewesen sei. Der Qualm sei wie dichter Nebel bis in die Kaiser-Joseph-Straße gezogen.

Besonders heikel: Die Häuser am historischen Münsterplatz sind aneinander gebaut und sicherte Feuerwehr auch die Nachbarhäuser. Die Feuerwehr schaffte es durch ihren schnellen und gezielten Einsatz, ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern.

Laut Einsatzleiter Thomas Philipp vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz hat die Feuerwehr den Brand mit zwei Trupps von innen angegriffen. Von außen wurde mit der großen Drehleiter gelöscht. Das Feuer war im Dachstuhl, über Studenten-WGs ausgebrochen, dort befindet sich die Lüftungszentrale, sagt Toni Schlegel, der Wirt des Brauereiausschanks.

Ein technischer Defekt könnte die Ursache des Feuers gewesen sein.

Ob er die Wirtschaft morgen öffnen kann, sei unklar, er müsse zunächst die Schäden begutachten, so der Gastronom. Bemerkt worden sei der Brand in der Küche der Gastwirtschaft, als Brandgeruch über die Lüftung kam. Nach den Löscharbeiten suchte die Feuerwehr noch nach möglichen Brandnestern. "Wir werden auch die Nachbarhäuser mit der Wärmebildkamera kontrollieren", so Einsatzleiter Philipp.

Für die Bewohner des betroffenen Gebäudes sowie für Personen aus einem Nachbarhaus werden nun Notunterkünfte gesucht. Dies sei jedoch schwierig, so Schlegel, alle Hotels in der Stadt seien wegen des langen Wochenendes komplett ausgebucht.