Findet man trotz Finanzkrise noch einen Ferienjob?

Timo Deppe

Die Sommerferien stehen vor der Tür und wie jedes Jahr suchen viele Schüler und Studenten einen Ferienjob, mit dem sie ihre Kasse aufstocken können. Doch inwieweit ist das in Zeiten der Finanzkrise überhaupt noch möglich? Wir haben mit Renate Heyberger, der stellvertretenden Geschäftsführerin des Studentenwerks gesprochen.



Die Finanzkrise macht auch vor den Ferienjobs nicht halt. Denn viele Unternehmen, die bisher traditionell in den Sommerferien Schüler und Studenten einstellten und legendär gut entlohnten, mussten auf Kurzarbeit umstellen oder Arbeitsplätze abbauen.


In einem Gespräch mit Renate Heyberger, der stellvertretenden Geschäftsführerin des Studentenwerks, wollten wir herausfinden, welche Branchen in Freiburg besonders stark betroffen sind und wie man es trotzdem schafft, erfolgreich einen Job zu bekommen.

Das Studentenwerk kooperiert mit der Jobvermittlung der Agentur für Arbeit und ist der wichtigste Ansprechpartner für Studenten und Schüler ab 18 Jahren.
Die Zahl der vermittelten, längerfristigen Jobs lag im Juni 2009 bei 151, im Vorjahresmonat waren es noch 184. Von der Krise betroffen seien vor allem die Jobs im gewerblichen Dienstleistungssektor, also Büro- und Verwaltungsjobs und im Produktionsbereich der großen Betriebe.

Das Jobangebot für private Dienstleistungen, also in Haushalten, in der Kinderbetreuung und der Pflege, in der Gastronomie und im Reinigungsbereich sei dagegen angestiegen. Trotzdem gäbe es viel mehr Jobanfragen als Angebote.

Um sich erfolgreich für einen Job zu bewerben rät Heyberger:
  • Sich auf die Angebote konzentrieren, deren Anforderungen man auch erfüllen kann, andernfalls sind Frustmomente vorprogrammiert.

  • Sich genau über den potentiellen Arbeitgeber, etwa über seine Website, zu informieren.

  • Beim Bewerbungsgespräch auf seine Kompetenzen hinweisen und jobspezifische Normen, wie zum Beispiel die Kleiderordnung beachten.

  • Augen nach Aushängen offen halten oder in Betrieben und Geschäften nachfragen.
Trotz Finanzkrise ist die Situation in Freiburg also schwer, aber nicht aussichtslos. Die typischen Ferienjobs am Fließband sind zwar stark zurückgegangen, es gibt allerdings Alternativen. Wenn man bereit ist, auch diese eventuell untypischen Jobs zu machen, klappt es mit etwas Glück auch mit dem Kasse aufstocken.

Mehr dazu:



Studentenwerk Freiburg
Schreiberstr. 12-16
79106 Freiburg
0761.2101325

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr
Donnerstag 8 bis 19 Uhr
Samstag 9 bis 13 Uhr