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Festnahme im Stühlinger: Verdeckte Maßnahme steckt dahinter

Daniel Laufer

Eine Spezialeinheit der Polizei hat im Stühlinger mit vorgehaltener Waffe einen Mann festgenommen. Dabei handelte es sich um eine verdeckte Maßnahme eines Ermittlungsverfahrens.

Die Polizei hat am Montagabend auf der Kreuzung Breisacher Straße-Eschholzstraße mit vorgehaltener Waffe einen Mann festgenommen. Das berichtet eine Augenzeugin dieser Zeitung. Mit einem Zivilfahrzeug habe ein Polizist zuvor den fahrenden Mercedes des Festgenommenen gezielt ausgebremst. Anschließend sei er zu dem Wagen gelaufen und habe den Fahrer aufgefordert, auszusteigen. Darauf sollen weitere Polizeiautos dazugekommen sein.


Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstagmorgen mitteilt, handelte es sich dabei um eine verdeckte Maßnahme im Laufe eines Ermittlungsverfahrens gegen mehrere Personen. Weitere Informationen gibt sie nicht bekannt.

Wie der diensthabende Polizeiführer bereits am Montagabend bestätigte, sei der Einsatz für die Kriminalpolizei durch ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) ausgeführt worden. Es handelt sich dabei um eine Spezialeinheit, die hauptsächlich für die Überwachung und schließlich den Zugriff zuständig ist. Solche Einsätze seien streng geheim, in diesem Fall aber geplant gewesen, so der Polizeiführer.

Augenzeugen wählen den Notruf

Wegen des Vorfalls im Stühlinger hätten mehrere besorgte Freiburger den Notruf gewählt. Die Augenzeugin beschreibt den Festgenommenen als etwa 30 Jahre alt. In dem Mercedes mit teurer Wildlederoptik soll auf dem Beifahrersitz auch eine Frau mitgefahren sein. Für sie habe sich die Polizei aber nicht interessiert.

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