Festival-Grundwissen von A wie Akku bis Z wie Zeltpavillon

fudder-Redaktion

Es ist die beste Zeit des Sommers: Festivalsaison! Vergangenes Wochenende Maifeld Derby, dieses Wochenende Southside, dann auf nach Roskilde … Wir haben Tipps und Quatsch von A bis Z rund um Festivals.

A wie Akku

Oh mein Gott, Usher zerreißt auf der Bühne sein Leinenshirt! Damit dieser wichtige Moment für die Ewigkeit festgehalten werden kann, brauchst Du Akku. Flugmodus am Handy schont ebendiesen (Du hast ja auf dem Festival sowieso kein Netz), aber ohne externen Akku geht nix! Gibt’s ab 10 Euro. Und die meisten Festivals haben heutzutage Ladestationen, an denen du ihn aufladen kannst.

B wie Braids

Flechtfrisuren sind für Festivals erfunden worden: Sie sehen auch nach mehreren Tagen ohne Shampoo und durchtanzen Nächten immer noch super cool aus.

C wie Campingstuhl

Niemand will drei Tage lang auf dem Boden sitzen. Seit Jahren verschafft der Anglerstuhl mit Getränkehalter (15 Euro im Baumarkt) Festivalcampern das Gefühl, König des Camps zu sein. Wir erwarten in dieser Saison den Siegeszug der Luftsack-Liegen!

D wie Duschen

Zwei Tage lang reichen Babywaschtücher (gibt’s mittlerweile auch in Ganzkörpergröße und im Discounter!), aber am Tag Drei fühlt man sich nach einer Festivaldusche wie neugeboren.

E wie Erdloch

Kein Witz: In einem Erdloch bleiben Getränke selbst bei brütender Hitze einigermaßen kühl. Tipp: Das Loch unter einem Auto graben, so ist es immer im Schatten.

F wie Flip-Flops

Kein Schuhwerk hassen Ersthelfer auf Festivals so sehr wie dieses. Man knickt um, kriegt Scherben an die Füße und wenn dich beim Pogen jemand tritt, ist der Zeh gebrochen. Mindestens Turnschuhe! Echt jetzt!

G wie Gaskocher

Er hält dich warm, macht dir Kaffee und sorgt für die Pflichtverpflegung mit Dosen-Ravioli und Pulverkaffee.

H wie Huckepack

Okay, Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Aber auf Festivals darf man sich als Frau unter 1,65 Meter Größe einen möglichst großen Typen suchen. Ohne Huckepacknehmen sieht man die Lieblingsband ja sonst nicht!

I wie Instagram

Instagram ist für Festivalwochenenden das soziale Netzwerk der Wahl. Denn schließlich ist die App schuld daran, dass auch auf dem Southside jetzt Coachella-Look getragen wird und quasi überall Konfetti fliegt. Sieht auf den Fotos so toll aus! Schade nur, dass Edge auf dem Festival nicht zum Bilderhochladen ausreicht.

J wie Jutebeutel

Auf Festivals ist stylemäßig alles erlaubt, auch Jute-Beutel! Der Vorteil: Wenn er leer ist, passt er in eine Hosentasche und wenn man ihn verliert, ist’s nicht schlimm. Aufgepasst: auf dem Southside sind sie dieses Jahr verboten!

K wie Kondome

Pflichtmitnahmeartikel. Von einem Festival sollte man höchstens einen Kater und ein neues Band-T-Shirt als Souvenirs mitbringen – keine Schwangerschaft oder eine sexuell übertragbare Krankheit.

L wie Lufttiere

Aufblasspielzeug in Tierform sind ein super Festival-Accessoire. Leicht, transportabel und auffällig. Dieses Jahr sinds’s garantiert Flamingos und Einhörner!

M wie Marshmallows

Mit einer Packung Butterkekse, einer Tafel Schokolade und einer Tüte Marshmallows wirst Du zum Held Deiner Camping-Crew: Marshmallow am Gaskocher grillen und mit Schokolade zwischen zwei Keksen schichten – fertig ist der S’more. Lecker!

N wie nackig

Die ganze Fitnessstudio- und Freeletics-Arbeit war für diesen Moment: Es ist heiß, also runter mit der Wäsche! Aber nur mit mindestens Lichtschutzfaktor 50.

O wie Ohropax

Nicht nur bei Konzerten sollte das Gehör geschützt werden: auch wer den Zeltplatz hinter der Hauptbühne oder den schnarchenden Zelt-Buddy erwischt hat, braucht Ohropax. Egal welche. Zum Schlafen sind die Klassiker aus Wachs allerdings unschlagbar.

P wie Pogo

Der Pogo ist Ausdruck purer Maskulinität. Sinnloses Aufeinander-zu-rennen, Haut an Haut, Knochen auf Knochen, Adrenalin und Männer-Schweiß. Und er macht Spaß. Muss man mal erlebt haben. Auch als mutiges Mädchen.

Q wie Querlieger

Es gibt ihn eigentlich jedes Mal. Den Querlieger, der sich nach dem zwölften Dosenbier rücksichtslos diagonal ins Zelt legt. Wir empfehlen: Sofort rauswerfen!

R wie Rumknutschen

Rumknutschen gehört zu jedem Festivalwochenende dazu. Am besten mit einer attraktiven Neubekanntschaft oder der Ex-Liebe, die immer noch zur Clique gehört und mit auf dem Festival ist!

S wie Schlamm

Regen auf Festivals ist doof. Aber nur mit Regen gibt es Schlamm. Und Schlamm ist – zumindest in überschaubaren Mengen – auf Festivals gut, denn in ihm kann man sich herumwälzen. Wichtig: Schlamm in der Nähe von Dixi-Klos sollte grundsätzlich gemieden werden.

T wie Tattoo

1. Kein guter Tätowierer arbeitet auf Festivals.

2. Du bist zwischen den Gigs von Green Day und Linkin Park nicht im optimalen tätowierbaren Zustand.

3. Ein staubiges oder schlammiges Festival ist nicht die richtige Umgebung für dein frisches Tattoo.

4. Das verschnörkelte "Helga!" kannst du dir daheim stechen lassen.

U wie Uhr

Smartphones sind auf Festivals wegen Akkuproblemen und Diebstahlgefahr problematisch. Ohne Uhr wirst Du also garantiert deine Lieblingsband verpassen – und jeden Treffpunkt mit Freunden.

V wie Vorabendanreise

Erfahrene Festivalfans reisen am Vorabend des ersten Festivaltags an. Dann gibt’s die besten Zeltplätze – und eine meist hervorragende Vorglühparty. Kein Wunder, dass die meisten Festivals neuerdings auch ein Pre-Party-Programm bieten!

W wie Wasserschlacht

Das größte Glück ist kaltes Wasser auf verschwitzter, sonnenheißer Haut. Um Menschen diese Freude zu verpassen vergiss den Super-Soaker nicht! Aber bitte echt nur bei gutem Wetter!

X wie Xavier Naidoo

Festivals mit ihm im Line-Up solltest Du grundsätzlich meiden. Falls das nicht geht: Stell’ Dich mit einem Aluhut auf dem Kopf bei seinem Auftritt in die erste Reihe.

Y wie Yuppies

Yuppies wohnen in Pensionen in Festivalnähe. Oder sind sie gar nicht reich, sondern einfach nur alt?

Z wie Zeltpavillon

Der Zeltpavillon schützt Dich nicht nur vor Wetter, sondern ist das Herz deines Camps. Und nach dem Festival baust Du ihn ab und entsorgst ihn fachgerecht. Ja, wirklich!
Die schönsten Mehrtages-Festivals im Südwesten
  • Southside
    Das Southside hat drei Tage lang (plus einen Tag Warm-Up!) ein so vielfältiges Line-Up, dass die ganze Clique mitfahren und jeder Spaß haben kann. Dieses Jahr kommen Green Day, Blink-182, Die Antwoord und Fritz Kalkbrenner.
    23.-25. Juni, southside.de
  • Les Eurockéennes
    Nur eine Stunde Fahrtzeit von Freiburg entfernt, auf einer Halbinsel im Lac de Malsaucy, wird das spektakulär gute Festival abgehalten, das sich auch für Leute eignet, die große Festivals aus Altersgründen eigentlich nicht mehr ertragen. Zu hören gibt’s diesen Sommer zum Beispiel Iggy Pop, Justice, Arcade Fire, Moderat und Phoenix.
    6.-9. Juli 2017, eurockeennes.fr
  • Frauenfeld Open-Air
    Seit 1985 verwandelt sich das idyllische Städtchen in der Schweiz immer Anfang Juli für fünf Tage (Auf- und Abbautage mitgezählt!) in das größte Hip-Hop-Festival Europas. Über 50 000 Besucher geben ihre Franken für Bier in der Migros aus, hüpfen in den nahegelegenen See, drücken sich in die erste Reihe vor die Bühnen von "La Fabrik"-, South- und North-Stage. Für knapp 200 Franken wird einem ein Line-Up geboten, bei dem jedes Jahr HipHop-Ikonen wie Eminem, 50 Cent oder Kanye West vertreten sind.
    6.-8. Juli 2017, openair-frauenfeld.ch
  • Sea You
    Zwei Tage lang wird in und am Tunisee bei der Sea You gefeiert. Auf dem Festival für Elektronische Musik können Freiburgs Partynasen und –hasen ihre Fitnessstudiobodys präsentieren, im See planschen und sich fühlen wie auf Ibiza. Die Veranstalter haben fünf Floors angekündigt – und Künstler wie Loco Dice, Lexy & K-Paul, Boris Brechja, Solomun, Len Faki und Paul Kalkbrenner.
    15.-16. Juli, seayou-festival.de
  • Zürich Openair
    Das Zürich Openair gibt’s erst seit 2010 – doch das Grossstadt-Stadtrand-Festival ist ein ganz klarer Pflichttermin für Freundinnen und Freunde von Indie aller Variationen. Gezeltet werden kann auch – für supergünstige 35 Franken. Das wie immer solide Line-Up in diesem Jahr: Interpol, The XX, Mumford & Sons, The Prodigy und Metronomy.
    23.-26. August, zurichopenair.ch