Fasnet und der Alkohol: Polizei meldet Prügeleien, Unfälle und Bächle-Sturz

Adrian Hoffmann

Die Polizei ist in der Nacht auf Donnerstag ziemlich oft im Einsatz gewesen, was wohl mit den fastnächtlichen Ereignissen zusammenhängt. Hier ein Überblick: 1. Uhr:Der erste nennenswerte, alkoholbedingte Ausfall: auf der B31 am sogenannten Kappler Knoten, verunfallte ein 45-jähriger Autofahrer beim Abbiegen und schrammte über einen Fahrbahnteiler. Obwohl das Auto Betriebsflüssigkeit verlor, fuhr er weiter, konnte kurz darauf aber zuhause angetroffen werden: erheblich alkoholisiert und zudem vermutlich auch unter Einfluss von Medikamenten. Die Konsequenzen: Blutentnahme, Inverwahrungnahme des Führerscheins und noch folgende, deutliche Kosten als Folge eines vermutlich "bunten Abends"! 1.30 Uhr:Drei junge Frauen, 16 bis 18 Jahre alt, wollten einen Taxifahrer um seinen Lohn betrügen und landeten schließlich bei der Polizei und verbrachten die Nacht im Polizeiarrest. Der Fahrer hatte die "Damen" entsprechend deren Wünsche an einer Diskothek in Bad Krozingen aufgenommen und nach Ebringen gefahren. Dort wollten die drei "stiften" gehen, ohne zu bezahlen. Zwei konnte der Taxifahrer festhalten und später der Polizei übergeben. Beide waren erheblich betrunken (bis 1,8 Promille) und landeten schließlich im Notarrest der Polizei, da Angehörige, die die beiden hätten abholen sollen, nicht ausfindig gemacht werden konnten. Zur Strafanzeige kommen nun noch die "Logiskosten" bei der Polizei. 3 Uhr:Ein schwerer Verkehrsunfall auf der L 127 bei Eschbach: Am Ortsausgang Buchenbach hatte sich ein betrunkener Fahrer mit seinem Auto überschlagen. Der Mann erlitt deutliche Verletzungen im Gesicht, sein Auto Totalschaden. Nach Genesung wird der Fahrer etliche Zeit ohne Führerschein sein und tüchtig sparen müssen. Nicht für die nächste Fastnachtsveranstaltung, sondern für die weiteren Folgen seiner Trunkenheitsfahrt. 3. Uhr:Ein Hilferuf aus Freiburg: Mitten in der Altstadt war ein vermutlich (Alkoholwerte noch nicht bekannt) ebenfalls erheblich betrunkener Radfahrer in eines der bekannten Bächle gefahren. Er stürzte aufs Pflaster und verletzte sich nicht unerheblich. Zu diesen Routinefällen kamen zahlreiche Einsätze wegen Körperverletzungen. Hier nur einige wenige, denn diverse andere waren bereits "bereinigt", als die Polizei eintraf: Auch Alkohol dürfte Ursache für eine Auseinandersetzung gewesen sein, die sich kurz vor 3 Uhr beim Freiburger Hauptbahnhof abspielte. Ein junger Mann konnte nicht warten, bis ein anderer Fahrgast den Taxifahrer bezahlt hatte und wollte in seinem Rausch sofort befördert werden. So griff er den Taxifahrer an und schlug ihn ins Gesicht. Die Polizei musste einschreiten, die Begegnung des ungeduldigen Betrunkenen mit dem Taxifahrer wird nun recht teuer. 4. Uhr:Knapp eine Stunde später ein deutlicher Hilferuf aus Ebnet. Etliche Männer würden dort mit Stecken und Knüpeln aufeinander losgehen. Hintergrund war, ein Pöbler war aus einer Bar in einer Festhalle verwiesen worden und kam kurz darauf mit etlichen anderen zurück, bewaffnet mit Baseballschlägern und Knüppeln. Die Situation eskalierte, es gab Verletzte. Die Polizei ermittelt, die Schläger sind weitgehend bekannt, dennoch werden Zeugen des Vorfalles gesucht (Telefon: 0761/8824421). Zu diesem Vorfall wird nachberichtet.Kurz darauf im Stadtteil Herdern ein Hilferuf eines Radfahrers. Zwei Unbekannte, vermutlich ebenfalls alkoholisiert, hatten diesen vom Rad gezogen und auf die Straße geworfen. Die Bundespolizei-Kollegen fanden den Mann und kümmerten sich um ihn, bis er vom Rettungsdienst übernommen wurde. Der Radler wurde erheblich im Gesicht verletzt und musste ins Krankenhaus. Nach den Schlägern wird gefahndet.Eine ine weitere "zwischenunmenschliche Begegnung", die mit Verletzungen endete: Aus vermutlich nichtigem Anlass war ein Mann auf der Kaiser-Joseph-Straße zusammengeschlagen worden. Die (oder der?) Angreifer konnten flüchten, die Polizei ermittelt. Täter und Hintergrund sind noch nicht bekannt. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht.Wie die Polizei im Rückblick auf die nächtlichen Einsätze bemerkt, war durchweg Alkohol im Spiel.