Fasnet in Freiburg: Saufen, prügeln, pöbeln

fudder-Redaktion

Zur gestern kolportierten "Massenschlägerei auf der Stadtbahnbrücke" ist es zwar nicht gekommen, dennoch hat die Polizei an Fasnet in Freiburg alle Hände voll zu tun gehabt. Hier eine Auswahl an Meldungen.

Ärger in Gaststätte

Am Sonntag um kurz nach 19 Uhr hat ein Gastwirt aus der Freiburger Altstadt die Polizei um Hilfe gerufen, da er Stress mit Gästen habe. Als die Beamten kamen, wurden sie beleidigt von angetrunkenen und betrunkenen Gästen, die das Lokal nicht verlassen wollten. Zwei Polizeibeamte wurden angegriffen und leicht verletzt. Beteiligt waren insgesamt fünf Personen, zwei Frauen und drei Männer im Alter zwischen 22 und 38 Jahren. Platzverweise wurden erteilt, der Notarrest war zeitweise gut belegt.


Die beiden beteiligten Frauen, 22 und 24 Jahre alt, waren mit 2,3 Promille beziehungsweise mit 2,6 Promille alkoholisiert. Die männlichen Begleiter hatten durchweg weniger Alkohol  im Blut.

Schlägereien an der Bismarckallee

Gestern ist es an der Bismarckalle in Bahnhofsnähe zu einem undurchsichtigen, kleinen Scharmützel gekommen, an dem vermutlich zwei Männer beteiligt waren. Als die Polizei den Fall klären wollte, mischten sich mehrere andere Menschen ein, störten die Erhebungen, verhielten sich aggressiv und drohten. Ein 15-jähriger Freiburger schlug einen Polizeibeamten ins Gesicht. Er wurde auf die Wache gebracht. Rund zehn Minuten später, um 17.50 Uhr, drohte ein alkoholisierter 18-Jähriger Polizeibeamten Schläge an und beleidigte sie heftig.

Wiederum wenige Minuten später, erneut im Bereich Bismarckallee, riefen Passanten die Polizei zu Hilfe. Es würde erneut zu Auseinandersetzungen kommen. Zwei junge Männer, 17 und 18 Jahre alt, schlugen sich. Auch als einer bereits am Boden lag, schlug der andere weiter auf ihn ein. Unklar ist bislang, wer anfing und wer heftiger zuschlug. Die Sachverhaltsklärung, die sich aufgrund des Verhaltens zahlreicher Umstehender schwierig gestaltete, wurde ergänzt durch das Beleidigungsvokabular eines 15-Jährigen.

Tätlichkeiten und eine gebrochene Nase

Um 20.45 Uhr wurde eine Schlägerei aus einem Innenhof bei der Universität gemeldet: es würden auch Flaschen fliegen, mindestens zehnPersonen wären beteiligt. Gleich darauf beendete die Mitteilerin das Telefongespräch. Tatsächlich war es lediglich zwischen zwei Personen zu Tätlichkeiten gekommen, etliche andere standen darum herum. Einer war ins Gesicht geschlagen worden, das Fenster einer Gaststätte war zu Bruch gegangen.

21 Uhr: erneut Tätlichkeiten, diesmal bei einem Schnellimbiss in der Innenstadt. Minuten später wird wiederum eine Schlägerei zweier Männer gemeldet, vor einer Gaststätte an der Niemensstraße.

Kurz nach Mitternacht, am Faschingsdienstag bereits, ein Hilferuf aus der Leo-Wohleb-Straße. Einem Mann war die Nase gebrochen worden, Blut verschmierte sein Gesicht. Alkohol war deutlich zu riechen. Vom Täter keine Spur, der bislang einzige Zeuge wortkarg. Der Verletzte wird in den nächsten Tagen vernommen, die Ermittlungen werden fortgesetzt.

Um 3 Uhr erreichte die Polizei ein Hilferuf aus der Umgebung einer Diskothek an der Kaiser-Joseph-Straße. Türsteher wollten einen aggressiven Betrunkenen überwältigen. Er war nicht zu beruhigen. Auch hier wurde ein Arzt gerufen, der Randalierer in ein Krankenhaus gebracht.

Betrunken und unwirsch

Fast zur gleichen Zeit fanden Polizisten auf der Kaiser-Joseph-Straße eine erheblich betrunkene Frau. Sie hockte auf dem kalten Pflaster. Die Ordnungshüter wollten ihr aufhelfen. Doch die 35-Jährige beschimpft die Beamten aufs Übelste, wird aggressiv und entfaltet erhebliche Kräfte gegen die Ordnungshüter. Schließlich konnte ihr Lebensgefährte erreicht werden, der sie nach Hause bringen sollte.

Der Mann verweigerte dies aber, als er sah, wie sich die Frau verhielt und in welchem Zustand sie sich befand. Die Nacht verbrachte die Dame dann im Polizeigewahrsam. Heute Vormittag wurden immer noch über 1,2 Promille Alkohol im Blut festegstellt.

Flucht vor Verkehrskontrolle

Ein anderer Betrunkener, der gut 1,3 Promille Alkohol im Blut hatte, sollte heute um 2 Uhr auf der Elsässer Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Als der Mann dies bemerkte, gab er Gas und raste davon. Über die Paduaallee und B31 flüchtete er auf die Autobahn, fuhr Richtung Süden, verließ die A 5 an der nächsten Ausfahrt und fuhr wieder in Richtung Norden zurück. Dann verließ er die Autobahn erneut. Nach rasanter Fahrt, in Umkirch im verkehrsberuhigten 30-km/h-Zonenbereich war er mit 120 km/h unterwegs, konnte er in Opfingen entdeckt werden. Auf seinen Führerschein wird er geraume Zeit verzichten müssen.