Farin Urlaub Racing Team auf dem ZMF: Ein Bad im Eigen- und Fremdschweiß

Julia Bauer & Martin Neumann

„ZEHN! Und dann will ich euch springen sehn!“ Im ausverkauften Zirkuszelt wurde am Freitagabend Farin Urlaubs Racing Team von den Fans gefeiert. Alt und Jung pogten Seite an Seite und hatten jede Menge Spaß.



Viele schwarzgekleidete, meist recht junge Leute konnte man am Freitag um 19 Uhr vor dem Zirkuszelt vorfinden. Ärzte-Shirts wurden gesichtet und der ein oder andere Punk war auch dabei. Punkt 20 Uhr fällt der Vorhang und das Publikum fängt an zu schreien. Textsicher von der ersten Minute an singen und grölen die Fans mit.

Auch Farins Ansage, dass um 22 Uhr Schluss sei, da es sonst Anwohnerbeschwerden gäbe, tut der Stimmung keinen Abbruch. Während sich der Sänger mit Tee begnügt und mit seinen Backround-Sängerinnen flirtet, bilden sich im Publikum die ersten Pogo-Kreise, so genannte Circle-Pits. Nach etwa 15 Minuten klebt das T-Shirt am Körper und eine Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdschweiß ist nicht mehr möglich, will aber auch keiner so genau wissen.

Das Zelt gleicht einem Hexenkessel, der Holzboden bebt und der Schweiß tropft von der Zeltdecke. Sowohl das weibliche als auch das männliche Publikum ist sichtlich begeistert von dem 1,90m-Mann: „ Farin du geile Sau! Ich will ein Kind mit dir adoptieren!“ Der Sänger nimmt diese Annährungsversuche mit Humor und macht einer „klein gewachsenen 15-Jährigen in der ersten Reihe“ klar, dass er mit seinen 45 Jahren locker ihr Vater sein könnte.

Das Racing Team hatte ebenso viel Spaß auf der Bühne wie ihr Frontsänger, die zum größten Teil aus Frauen bestehende Kombo heizte dem Publikum ordentlich ein. Von Trompete bis hin zu großen Blechtrommeln hatte die Truppe musikalisch Einiges zu bieten. Durch die perfekte Mischung aus alten und neuen Liedern hielt Farin das Publikum immer bei Laune, trotz stickiger Luft und gefühlten 50 Grad.

Farins Hass-Hymne „OK“ bewegte die Gemüter ebenso wie das romantische „Phänomenal egal“. Nur mit (elektronischem) Kerzenlicht sang Farin dieses Lied im Duett mit einer seiner drei Sängerinnen, begleitet auf einer Akustik-Gitarre. Den größten Pogo-Kreis gab es bei dem Lied „Zehn“ und man bekam zwischenzeitlich Angst, dass weder Zeltboden noch Gestänge dem brachialen Gespringe nicht standhalten könnten.

Nach zwei Stunden Durchrocken ohne Pause verabschiedet sich das Farin Urlaub Racing Team mit dem „Abschiedslied“ von seinen glücklichen, aber erschöpften Fans.

Und, wie war's?

Sulamith, 17

„Total geil! Es wurden viele alte Lieder gespielt und die Zugabe fand ich am besten!“


Dirk, 31

„Super, war gut! Echt ein klasse Konzert, obwohl ich Farin Urlaub nicht kenne, sondern nur die Ärzte.“


Ingo, 29 und Markus,36

„ Es war nass, schwitzig und voll geil!“



Carolin, 14

„Das Konzert war sehr gut! Mir hat's am besten gefallen, wenn immer alle hochgesprungen sind.“





Thomas, 45 und Anja, 44

„Wir warten nur auf unsere Kinder, die waren auf dem Konzert.“

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Foto-Galerie: Martin Neumann

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