Ein halbes Jahr danach

Fall Carolin G.: Soko Erle arbeitet noch rund 500 Hinweise ab

BZ-Redaktion

Im Fall der ermordeten Joggerin Carolin G. aus Endingen gibt es auch ein halbes Jahr nach der Tat keine heiße Spur. Die Soko Erle arbeitet mit reduzierter Besetzung weiter – noch sind rund 500 Spuren offen.

Der Sexualmord an der 27 Jahre alten Joggerin aus Endingen ist nun fast genau sechs Monate her. Die bislang 40-köpfige Sonderkommission Erle ging in dieser Zeit bislang etwa 4200 Hinweisen und Spuren nach.


Ein überwiegender Teil der Hinweise und Spuren sei damit abgearbeitet, so die Staatsanwaltschaft Freiburg und das Polizeipräsidium Freiburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Trotz der Erkenntnis, dass die Tat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit einem Sexualmord an einer Studentin in Kufstein steht, fehle bislang der entscheidende Hinweis zur Aufklärung der beiden Taten. Die Tat in Österreich fand in der Nacht zum 12. Januar 2014 statt.

350 Hinweise zum Phantombild

Nach der Veröffentlichung des Phantombildes im Endinger Fall gingen insgesamt etwa 350 Hinweise aus der Bevölkerung ein (Hintergrund). Die meisten davon bezogen sich auf die hiesige Region - es gab aber auch Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet und vereinzelt auch aus dem benachbarten Ausland. Eine heiße Spur sei nach bisherigen Erkenntnissen allerdings nicht dabei, so die Ermittler weiter.

Da aktuell noch etwa 500 Hinweise und Spuren in Bearbeitung sind, bleibt die Sonderkommission weiterhin bestehen. Sie wurde jedoch seit Anfang Mai auf nunmehr 25 Ermittler reduziert. Diese arbeiten weiter in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Tirol an der Klärung der beiden Verbrechen.
Die Soko Erle ist für Hinweise aus der Bevölkerung auch weiterhin unter der Telefonnummer 07641/582-114 erreichbar.

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