Gruppenvergewaltigung

Fall beim Hans-Bunte-Areal: Polizei nimmt elften Tatverdächtigen fest

Joachim Röderer

Im Fall der Gruppenvergewaltigung beim Hans-Bunte-Areal am 14. Oktober hat die Polizei einen elften Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 21 Jahre alten syrischen Asylbewerber.

Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Ermittler aufgrund der Auswertungen von DNA-Spuren im Landeskriminalamt. Die Kriminaltechniker dort konnten aus Mischspuren eine weitere mutmaßliche Täter-DNA auslesen. Diese wiederum passte zu einer vorliegenden DNA-Probe. Diese freiwillige Probe hatte die Polizei im Zuge ihrer Ermittlungen bei Besuchern, die an jenem Abend in dem Club waren, erhoben. Der 21-Jährige konnte am Dienstagmorgen in einer Gemeinde im nördlichen Teil des Landkreises Emmendingen festgenommen werden.


Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich aber nicht um den Verdächtigen, den die Polizei zuletzt per Phantombild gesucht hatte. "Diese Fahndung hat weiter Bestand", erklärte Polizeisprecherin Laura Riske. Das heißt: Es könnte demnach zwölf Täter an der Vergewaltigung einer 18-jährigen Studentin beteiligt gewesen sein.

Männer bestreiten dem Vernehmen nach die Tat

Mittlerweile sitzen in dem Fall acht syrische Staatsangehörige im Alter von 18 bis 30 Jahren in U-Haft, dazu ein 23-jähriger Iraker, ein 18 Jahre alter Algerier und ein 25-jähriger Deutscher in U-Haft. Die Männer bestreiten dem Vernehmen nach die Tat. Die Jugendkammer des Landgerichts Freiburg verhandelt den Fall, Stand heute, in zwei Verfahren. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage bereits erhoben.

Mit dem Beginn des ersten Prozesses wird nach Aussage des Landgerichtes im Laufe des Monats Mai gerechnet. Oberstaatsanwalt Michael Mächtel geht nicht davon aus, dass die Festnahme des elften Verdächtigen zu einer Verzögerung des Prozesses führen wird. Was die Zahl der Verfahrensbeteiligten anbelangt, wird der Hans-Bunte-Fall zum größten Prozess werden, den das Gericht in Freiburg jemals erlebt hat.

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