Fall Armani in ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst"

Joachim Röderer

Der Fall Armani wird am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" behandelt. Zweieinhalb Wochen nach dem gewaltsamen Tod des Jungen fehlt den Ermittlern immer noch eine konkrete Spur.

Die Soko der Freiburger Kriminalpolizei sucht weiter mit Hochdruck nach dem Täter, der vor zweieinhalb Wochen den achtjährigen Armani in Freiburg umgebracht hat. Der Fall wird nun am Mittwochabend, 20:15 Uhr, in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" behandelt.


Staatsanwaltschaft und Polizei haben aber das Angebot abgelehnt, einen Ermittler ins Fernsehstudio nach München zu schicken. "Wir erwarten uns davon im Moment keinen Mehrgewinn", sagt Staatsanwaltschaft Michael Mächtel gegenüber der Badischen Zeitung. Der Fall habe in Freiburg und der Region im Moment die volle mediale Aufmerksamkeit und es gebe aktuell auch nichts Neues zu vermelden.

Genauso sieht es auch die Polizei. Auch dort hat man sich gegen den Auftritt eines Kriminalbeamten im Studio in München entschieden. "Wir brauchen unsere Leute hier bei der Soko", erklärt Polizeisprecherin Laura Riske. Natürlich habe die Polizei nichts einzuwenden, wenn in der ZDF-Sendung über den Fall berichtet werde.

Weiter fehlt die heiße Spur

Dass nun, wie Medien am Dienstag meldeten, verstärkt das familiäre Umfeld des Jungen im Fokus der Ermittler stehe, dementieren sowohl Staatsanwaltschaft auch als Polizei. Von Anfang an werde in alle Richtungen ermittelt – und dazu zähle auch das Umfeld von Armani, so Staatsanwalt Mächtel: "Wir können auch nicht ausschließen, dass der Junge mit jemandem mitgegangen ist, den er gekannt hat." Doch weiter gilt: Es fehlt weiter jede heiße Spur.

Am Montagmorgen vor zwei Wochen hatte ein Spaziergänger die Leiche des Jungen am Mühlbach im Stadtteil Betzenhausen-Bischofslinde gefunden. Am Abend zuvor war der Achtjährige auf einem Spielplatz nahe seiner Wohnung im Stadtteil Brühl-Beurbarung zuletzt lebend gesehen worden.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei unter 0761.882 2480 rund um die Uhr entgegen.

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[Foto: Oliver Huber]