Pop-up-Store

Fahrradvermietung Swapfiets eröffnet neue Filiale in Freiburg

Holger Schindler

In der Moltkestraße eröffnet ein Pop-up-Store von Swapfiets. Das niederländische Unternehmen verleiht Hollandräder für den Alltag und will beim Kunden durch einen guten Service punkten.

Wer im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss nicht zwangsläufig auch Eigentümer eines Drahtesels werden. Er kann sein Fahrzeug auch mieten. Dass dies für so manche Radler sogar die bessere Variante sein kann, davon geht die niederländische Firma Swapfiets aus. Sie bietet Fahrrad-Abos zum monatlichen Festpreis und mit einer Art Mobilitätsgarantie. Heute eröffnet sie in Freiburg eine Filiale. Rund 95.000 Kunden nutzen das Angebot andernorts bereits.


Ein Fahrrad gibt es für 17,50 Euro im Monat

"Bei uns bezahlen Sie im Monat 17,50 Euro und als Student nur 15 Euro und können dann ein Fahrrad einen Monat benutzen", erklärt Lucas Vroemen, Deutschland-Manager von Swapfiets, "und wenn etwas kaputt geht, wenn es zum Beispiel einen Platten gibt, kommen wir innerhalb von maximal 24 Stunden vorbei und reparieren das Rad bei Ihnen vor Ort – oder wir lassen Ihnen ein anderes Rad da." Das Swapfiets-Rad soll also für die Nutzer immer rollen.

Das niederländische Unternehmen, das 2015 von drei Studenten in der Stadt Delft gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, das Fahrrad-Abo populär zu machen und Radlern ein entsprechendes Angebot zu machen. Inzwischen zählt die Firma nach eigenen Angaben bereits etwa 95.000 Kunden, davon das Gros in den Niederlanden, aber auch in Deutschland schon 8.000 und weitere in Dänemark und Belgien.

Freiburger Filiale eröffnet zunächst als Pop-up-Store

Heute eröffnet in der Moltkestraße 13, wo zuvor der Outdoor-Händler Adco ansässig war, auf zwei Etagen die Freiburger Filiale von Swapfiets – zunächst als temporärer Pop-up-Store bis Ende Juni. "Danach suchen wir andere, möglichst zentrale Räumlichkeiten", erklärt Lucas Vroemen. Schon im November ist an der Weißerlenstraße im Gewerbegebiet Hochdorf ein 300 Quadratmeter großes Swapfiets-Lager in Betrieb gegangen. "Dort haben wir einen großen Radvorrat", erklärt Sebastian Schlockermann, Hauptverantwortlicher für den Standort Freiburg.

Swapfiets hat in Freiburg genau einen Radtyp im Angebot – ein Hollandrad mit aufrechter Sitzposition und einem markanten hellblauen Vorderreifen. Drei verschiedene Rahmengrößen sollen für die allermeisten Nutzer einen angenehmen Gebrauch ermöglichen. Das Rad bietet eine Sieben-Gang-Nabenschaltung, einen Gepäckträger vorn, einen Nabendynamo und ein Doppelschloss. "Weil wir sehr große Stückzahlen haben, können wir einen niedrigen Preis anbieten", sagt Lucas Vroemen.

Wird ein Fahrrad gestohlen, zahlt der Abonnent

In Freiburg hätten seit November schon 180 Kundinnen und Kunden ein Swapfiets-Abo gebucht. Es ist monatlich kündbar. Bundesweit sei man bislang in zehn Städten mit einem eigenen Laden vertreten, 16 weitere Eröffnungen seien für das laufende Jahr geplant.

Der Laden dient als Anlaufstelle für Beratungsgespräche. Auch kann man ein gebuchtes Rad dort abholen. "Wir liefern die Räder aber auch nach Hause oder an den Arbeitsplatz", so Sebastian Schlockermann. Insgesamt seien in Freiburg rund 15 Mitarbeiter für Swapfiets tätig.

Wenn ein Swapfiets-Velo gestohlen wird, wird der Radabonnent allerdings zusätzlich zur Kasse gebeten. Dann muss er nämlich eine Gebühr von 60 Euro berappen. "Und wenn bei einem Kunden sehr viele Schäden anfallen, dann schauen wird dort genauer hin und schreiten gegebenenfalls auch ein", ergänzt Lucas Vroemen. Es empfiehlt sich also, die Mietbedingungen genau zu studieren. Dort steht beispielsweise auch: "Wir behalten uns vor, das Swapfiets jederzeit nach unserem Ermessen mit Werbung zu versehen."
Swapfiets

Moltkestraße 13

79098 Freiburg im Breisgau

Telefon: 030 70014500

Internet: www.swapfiets.de.