Fahrradkarawane nach Heiligendamm

Helena Barop

Pünktlich zum G8-Gipfel in Heiligendamm werden auch dieses Mal wieder Proteste laut. Dass so Wenige über so viel entscheiden, ärgert auch Miriam und Patrizia. Mit einigen Freunden machen sie sich per Fahrrad auf den Weg um zu protestieren.



Ein blauer Kreidekreis ziert den Bürgersteig am Platz der Alten Synagoge. Er markiert das Sperrgebiet, dass Miriam und ihre Mitprotestierenden heute Nachmittag riguros mit "Pozileigewalt" und Wasserpistolen verteidigen. In ihm findet der "Clown 8 Gipfel" statt, auch bezeichnet als der "absurdeste Zirkus der Welt". Passanten dürfen den Kreis nicht betreten, aber sie bekommen eine "Freikarte" für den echten G8-Gipfel, weil es da um alle "7 Milliarden ErdenbewohnerInnen" geht.




Mit solchen und ähnlichen Aktionen will die Gruppe auf den G8-Gipfel hinweisen und dagegen protestieren, dass in Heiligendamm wenige Mächtige über die Geschicke der Welt entscheiden. Heute brechen sie mit ihrer Fahrradkarawane Richtung Gipfeltreffen auf und hoffen auf weitere Mitstreiter. Morgen wollen sie in Offenburg ankommen, am 16. Mai treffen sich dann verschiedene Karawanengruppen in Wittstock, um gemeinsam die letzte Etappe anzutreten.