Ev. Fachhochschule: Boykott-Quorum erreicht

Christian Deker

Am Boykott der Studiengebühren an der Evangelischen Fachhochschule hat sich zum Stichtag rund die Hälfte der zahlungspflichtigen Studenten beteiligt. Damit sei das Quorum erreicht, teilte das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) heute in einer Pressemitteilung mit.

Die Hochschule für Soziale Arbeit, Diakonie und Religionspädagogik in Freiburg ist eine konfessionelle Fachhochschule, die von der Evangelischen Landeskirche Baden getragen wird. Deshalb sei sie nicht an das baden-württembergische Landeshochschulgesetz gebunden und somit gesetzlich nicht zur Erhebung von Studiengebühren verpflichtet, teilte das ABS weiter mit. Die Hochschulleitung stehe nun vor der Entscheidung, ob sie die Boykottierenden exmatrikuliert oder aber die Gebühren zurücknimmt.


"Aus unserer Sicht kann sich die Hochschulleitung eine Exmatrikulation ihrer Studierenden gar nicht erlauben", sagte André Schnepper, ABS-Geschäftsführer. "Gerade für die evangelische Kirche würde dies einen enormen Ansehens- und Glaubwürdigkeitsverlust bedeuten, wenn sie die Studierenden einfach auf die Straße setzt."

Das Quorum lag bei 60 Teilnehmern, was einem Anteil von etwa 50 Prozent der zahlungspflichtigen Studierenden entspricht. Bis heute haben laut Boykott-Website 61 Studenten die Studiengebühren auf das Treuhandkonto überwiesen.

Alle ab dem Wintersemester 2007/08 neu an der EFH immatrikulierten Studierenden sowie Quereinsteiger, die sich in ein höheres Semester an der EFH neu immatrikulieren, müssen eine Studiengebühr von 500 Euro pro Semester bezahlen.

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