Eröffnung von verpackungsfreiem Supermarkt "Glaskiste" verzögert sich – Crowdfunding verlängert

Edda Klatt

Unverpackt bleiben bei "Glaskiste" nicht nur die Lebensmittel, sondern zunächst auch der Laden selbst. Wann der Einkauf möglich ist und welche nachhaltigen Trostpflaster das Team dafür auspackt, hat das Team jetzt mitgeteilt.

Dank der Crowdfunding-Kampagne hat die Glaskiste ihr Fundingziel von 15.000 Euro für den ersten Lebensmittelladen in Freiburg, der auf Verpackungen verzichten will, schon erreicht. Bis jetzt sind 17.103 Euro zusammengekommen.


Das Team will die anfallende Menge an Müll reduzieren und somit die Ressourcen schonen. Der Kunde soll entscheiden können, wie er seine Lebensmittel verpacken will und darf dafür alles verwenden, was sein Haushalt so hergibt.

Die Crowdfunding-Kampagne war allerdings nur bis Ende November angedacht. Nun habe sich herausgestellt, dass das gesammelte Geld lediglich reiche, um die Kasse sowie selbstgebaute Lebensmittelspender zu finanzieren. Das teilten die Gründer auf ihrer Facebook-Seite mit.

Die Glaskiste braucht noch Möbel

Um auch die Anschaffung von allerhand anderem Mobiliar finanzieren zu können, verlängert das Glaskiste-Team die Kampagne nun bis zum 4. Dezember. Die bereits erworbenen und neu erworbenen Gutscheinen will es in der darauffolgenden Woche verschicken.

Bis jetzt hat die Glaskiste noch keine passende Immobilie gefunden, um den Traum vom nachhaltigeren Einkaufen zu verwirklichen.

Die Eröffnung wird deshalb wohl erst Anfang des nächsten Jahres stattfinden.

Das Team vertröstet seine Fans mit neuen Angeboten – wiederverwendbaren Kaffeebecher, großen Edelstahlboxen oder Büchern, die über "Zero Waste" aufklären.