Ermittlungsverfahren gegen 3.500 eDonkey-Nutzer

Carolin Buchheim

Es ist das größte Verfahren, das jemals in Deutschland gegen illegale Angebote in Internettauschbörsen eingeleitet wurde: gegen 3.500 Nutzer des Filesharing-Systems eDonkey sind Ermittlungsverfahren eröffnet worden.



Heute Morgen wurden in einer von der Staatsanwaltschaft Köln und der Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis koordinierten Aktion im gesamten Bundesgebiet 130 Hausdurchsuchungen bei eDonkey-Nutzern durchgeführt; dabei wurden PCs beschlagnahmt und andere Beweismittel sichergestellt.


Vorausgegangen waren monatelange Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden in Zusammenarbeit mit der von der deutschen Landesgruppe der IFPI e.V. (International Federation of the Phonographic Industry) beauftragten proMedia Gesellschaft zum Schutze geistigen Eigentums mbH.

Dabei gelang es den Ermittlern, 3.500 Nutzer zu identifizieren. Es soll sich bei diesen Nutzern um sogenannte ''Heavy User' handeln, die jeweils mehr als 8.000 Dateien über das P2P Network angeboten haben. Gegenüber allen diesen Nutzern sind Ermittlungsverfahren eingeleitet worden; die betroffenen Musikfirmen haben Strafanträge gestellt.

Weitere Einzelheiten werden in diesen Minuten von der Staatsanwaltschaft Köln in einer Pressekonferenz veröffentlicht.

Mehr dazu:

  • Pressemittelung der Staatsanwaltschaft Köln: PDF
UPDATE 16:00 Uhr: Details von der Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft: