Fall Carolin G.

Ermittler sehen keinen Zusammenhang mit Tat in Hanau

Martin Wendel & aktualisiert um 15.30 Uhr

Diverse Medien berichten, es gebe im Fall der ermordeten Endingerin Carolin G. eine weitere Spur, die nach Hessen führe. Die Polizei kann dies auf Nachfrage jedoch nicht bestätigen.

Rund 300 Hinweise sind seit Bekanntgabe der Verbindung zwischen den Morden an den beiden jungen Frauen in Endingen und Kufstein bei der Soko "Erle" eingegangen. Das erklärte Pressesprecher Dietmar Ernst auf Anfrage der BZ. Der Schwerpunkt der Hinweise liege auf Lastwagen, Speditionen und möglichen Verbindungen nach Österreich. Eine heiße Spur gebe es aber nicht. Die Tiroler Polizei berichtet auf BZ-Anfrage von rund zehn neuen Hinweisen.


Neue Hinweise zu Kufstein

Die Hinweise, die beim Landeskriminalamt in Innsbruck eingingen, beziehen sich laut Pressesprecherin Marlies Zoglauer von der Landespolizeidirektion Tirol ausschließlich auf den Tatort in Kufstein. Dort war in der Nacht zum 12. Januar 2014 die französische Austauschstudentin Lucile K. brutal ermordet worden (Hintergrund). Weitere Fakten und Prüfungen seien derzeit Gegenstand der Ermittlungen, doch bislang habe man keine neuen Erkenntnisse, die auf die Spur eines möglichen Tatverdächtigen führen könnten. Der Mörder von Kufstein hat nach Überzeugung der deutschen und österreichischen Ermittler am 5. November 2016 auch Carolin G. bei Endingen ermordet.

Keine heiße Spur nach Hessen

Keinen Zusammenhang sieht die Soko "Erle" derzeit zu einer Gewalttat vor dreieinhalb Jahren in Hanau. Dort war eine junge Frau angegriffen und mit einer Eisenstange niedergeschlagen worden. Das Opfer überlebte schwer verletzt. Der Hanauer Fall sei einer von mehreren ungeklärten Fällen, die man im Rahmen der Routinearbeit mit den eigenen Erkenntnissen abgleiche, und eine von vielen Spuren, so Polizeisprecher Ernst zu Spekulationen in verschiedenen Medien.

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