Epstein, Freiburg, New York: Mary Jane Insane veröffentlicht EP über den Big Apple

Maren Haase

Jay-Z, Frank Sinatra, Tomte und Udo Jürgens sind nur ein paar der ungezählten Musiker, die ihre Liebe zu New York in ihrer Musik verarbeitet haben. Jetzt kann sich auch eine Freiburger Musikerin mit ihrer Gitarre einreihen: Mary Jane Insane hat gerade ihre EP "From Epstein to New York" veröffentlicht.



New York! New York! Von dieser Weltmetropole handeln die Songs auf  „From Epstein To New York“, der ersten EP von Mary Jane Insane. "Ich wollte schon immer nach New York", sagt Mary Jane. "Als ich noch zur Schule ging, hätte es eigentlich einen Schüleraustausch geben sollen. Der kam dann aber wegen des 11. September 2001, nicht zustande. So hat sich der Traum von New York immer weiter aufgebaut, bis ich ihn 2011 endlich verwirklichen konnte."


"This is the place where I have to stay", singt Mary Jane im Song "NY", der von ihrem Wunsch handelt, die Stadt endlich einmal zu besuchen. "Highline" beschreibt eine Momentaufnahme in der Stadt selbst: Mary Jane war mit einer Freundin auf der gleichnamigen Bahntrasse unterwegs, die zu einem Innenstadtpark umfunktioniert wurde. In "Shallow" singt sie darüber, wie es war,  New York wieder verlassen zu müssen. "Whole" handelt schließlich von dem leeren Gefühl, danach wieder in Freiburg zu sein.



Mary Jane Insane, die mit bürgerlichem Namen Malin heißt und 26 Jahre alt ist, wohnt seit September 2011 in Freiburg; ursprünglich kommt sie aus Kaiserslautern. Mit 13 fing sie an, Gitarre zu lernen, seit vier Jahren macht sie "so richtig" Musik. „Anfangs bin ich bei Open Stages aufgetreten, aber ich habe schon immer meine eigenen Sachen geschrieben“, sagt Mary Jane. Mit der Unterstützung von Freunden in Bands organisierte sie ihre ersten eigenen Konzerte.

Ihr Künstlerinnenname soll keine Anspielung auf Marihuana sein: "Er ist eine Mischung aus dem Song 'Jane Became Insane' von den Beatsteaks und dem Charakter Mary Jane Watson von Spiderman", sagt Mary Jane. Ihr ist es wichtig, ihre Songs sehr dicht am Leben zu schreiben - so wie bei den Songs ihrer New-York-EP. Manchmal verarbeitet Mary Jane auch Wünsche oder verrückte Erlebnisse mit ihrer Musik, andere Male lässt sie sich auch von Filmen oder Büchern inspirieren - wie von ihrem Lieblingsautor Haruki Murakami.



Hat Mary Jane Vorbilder? „Am liebsten würde ich mal mit Bruce Springsteen zusammenarbeiten", sagt sie. "Aretha Franklin oder Cat Power fänd ich aber auch richtig cool.“ Und wie geht's weiter? „Für die nächste CD habe ich noch einige Songs im Nähkästchen, die ich nehmen kann. Allerdings muss ich auch schauen, dass sie zusammenpassen. Ich finde es immer schön, wenn die Alben auch ein Thema haben.“

Für die nächsten Jahre wünscht sich Mary Jane, die im Alltag Schneiderin am Theater Freiburg ist, dass sie noch mehr live auftreten kann. Der Einstieg ins Musikgeschäft ist schwer, aber Mary Jane blickt optimistisch in die Zukunft: „Solange ich mich ernähren und trotzdem weiter Musik machen kann, bin ich glücklich!“

Mary Jane Insane- NY (demo version) official video



Quelle: YouTube


Mehr dazu:

"Mary Jane Insane - From Epstein zu New York" enthält vier Songs und in der Downloadversion noch ein zusätzlicher Bonustrack. Kaufen kann man die EP auf Bandcamp: Mary Jane Insane als Download oder bei Mary Jane Insane persönlich per Mail.     [Fotos: Promo/Philipp Rauland]