Enttäuschung für Monrose: Grand-Prix-Traum platzt

Lilli Staiger

Heute abend kämpften drei Kandidaten beim Grand-Prix-Vorentscheid im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg um die Teilnahme am Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest in Helsinki. Monrose, Roger Cicero und Heinz Rudolf Kunze traten gegeneinander an. Monrose konnten das Publikum nicht genügend überzeugen. Roger Cicero war der Sieger des Abends.

Als Erstes performten die Künstler deutsche Grand-Prix-Klassiker und anschließend ihren Wettbewerbssong. Heinz Rudolf Kunze, der deutsche Rockmusiker, musste sich gegenüber den jungen Newcomern Monrose und Roger Cicero behaupten. Er sang zuerst "Merci" und in der zweiten Runde seinen selbst komponierten Song "Die Welt ist Pop". Monrose traten mit dem Coversong "Wunder gibt es immer wieder" auf. Sie trugen dunkle Jeans und hellgelbe Tops und waren überglücklich, die Herausforderung anzunehmen. Bahar: "Beim Grand Prix teilnehmen zu können macht noch mehr Spaß als bei Popstars. Es war schon immer ein Traum von mir." Senna meinte: "Wir sind Freunde der Musik und natürlich ist es eine Ehre für uns, hier zu sein." Danach stellten sie ihren Wettbewerbstitel "Even Heaven Cries" vor. Die Bühnenkulisse war entsprechend "himmlisch" mit Blumen und Schmetterlingen gestaltet. Goldfarbene Kleider rundeten die idyllische Atmosphäre ab. Bahar sang den Anfangspart auf einer Schaukel. Mandy und Senna kamen von den anderen Seiten dazu. Der Auftritt schien dem Applaus des Publikums nach zu urteilen sehr gelungen zu sein, es reichte letztendlich aber nicht aus. Roger Cicero, genannt performte als Erstes den Titel "Zwei kleine Italiener" in einer Swing-Version. Anschließend sang "Mr. Swing" das Lied "Frauen regieren die Welt" von seinem aktuellen Album. Der Newcomer war der Meinung, das Interesse des Publikums mit deutschsprachigem Swing in besonderer Weise wecken zu können, was ihm auch gelang, denn für ihn stimmten die meisten Zuschauer telefonisch ab. Allerdings verhielt sich der Künstler seinen Mitstreiterinnen gegenüber ein wenig unfair. Er wendete sich mit den Worten "Liebe Eltern, versteckt die Handys eurer Kinder und ruft für mich an" an die Zuschauer. Das zeigte wohl Wirkung. Bevor der Sieger bekanntgegeben wurde, war Roger Cicero aufgeregter als bei seinem Auftritt, wie er Moderator Thomas Hermanns verriet. Monrose hielten währenddessen "Händschen", wie Mandy mitteilte, um sich gegenseitig zu beruhigen. Als dann Ciceros Name erklang, sah man große Freude bei ihm und Enttäuschung bei Monrose. Bahar lächelte zwar weiter, Mandy hingegen war sichtlich enttäuscht. Senna versuchte wie immer cool zu bleiben, wobei es sie sicherlich auch mitnahm. Als "große Schwester" der Band wird sie Bahar und Mandy sicherlich aufmuntern können. Vielleicht klappt's beim nächsten Mal.