Entrückte House-Sounds: Moomin im Waldsee

Bernhard Amelung

Sebastian Genz alias Moomin ist mit HipHop und Funk aufgewachsen und produziert entrückte Sounds für den Club. Am Freitag spielt er mit Julius Steinhoff erstmals in Freiburg.

Wellen, die auf einem Strand aufschlagen. Gischt, die über den Ufersand zischt. Mit diesen Geräuschen beginnt Sebastian Genz, besser bekannt als Moomin, sein Stück "Doobiest". Ruhig pulsieren darauf die Drums, Klavierakkorde schweben über einem statischen Bass. Es ist eine entrückte House-Musik, die der gebürtige Kieler und Wahlberliner 2011 auf seinem Debütalbum "The Story About You" veröffentlicht hat. Sie weckt und stillt Fernweh gleichermaßen, das sich beim Hören zu Hause oder im Club schnell einstellen kann, sobald ein Discjockey eine Platte von Moomin auflegt.




Mit HipHop und Funk ist er aufgewachsen. Produzenten wie Diamond D, DJ Premier und DJ Shadow nennt er auch heute noch als Vorbilder für seine Arbeitsweise. Er experimentiert mit Feldaufnahmen und Samples, die er aus alten Soul- und Funk-Platten herausschält, zerlegt und neu zusammensetzt. So finden sich auf den B-Seiten seiner Platten gerne auch instrumentale HipHop-Stücke, zum Beispiel "Fruits" aus dem Jahr 2014. Im selben Jahr hat er auch Stücke der deutschen HipHop-Produzenten FloFilz und Wun Two auf seinem eigenen Vinyllabel Closer veröffentlicht. Dort ist im September dieses Jahres auch die Single "Secret Elevator" erschienen, die er mit Just von Ahlefeld und Julius Steinhoff, den Inhabern des Plattenladens und -labels Smallville, produziert hat. Weiche Synthesizer treffen auf Drumgrooves, die Lust auf Ausgehen und Tanzen wecken. Moomin und Steinhoff stillen sie am Freitag im Waldsee.


  • Was: Down by the lake w/ Moomin & Julius Steinhoff
  • Wann: Freitag, 21. Oktober 2016, 22 Uhr
  • Wo: Waldsee