Endlich deutsches Bier trinken: Die australische Band Tangled Thoughts of Leaving im Interview

Jenny Tecklenborg

Die Band Tangled Thoughts of Leaving (TTOL) kommt aus Australien und macht wunderschön düsteren Post-Rock. Sie spielt heute, Donnerstag, zusammen mit Solkyri und Psyence im White Rabbit. fudder-Autorin Jenny Tecklenborg hat Luke und Ron von TTOL gefragt, was sie über Freiburg wissen und was sie sich von ihrer Europa-Tour erhoffen.



Was wisst ihr über Freiburg?


Ron:
Ehrlich gesagt nicht viel. Aber wir sind offen dafür, die Stadt kennen zu lernen! Wir haben gehört, dass Freiburg eine Universitätstadt ist und dass die Menschen sehr offen für jede Art von Musik sind. Darauf freuen wir uns natürlich riesig. Außerdem freuen wir uns darauf, endlich deutsches Bier zu trinken!

Was erhofft ihr euch von eurer Zeit in Europa?

Ron: Wir hoffen, dass wir jede Menge Spaß haben werden und viele coole, neue Leute kennen lernen werden! In Europa wirst du als reisende Band viel, viel besser behandelt. Die Promoter, die Bars, wirklich jeder schenkt einem mehr Respekt und ist gastfreundlicher als in Australien. Es ist großartig! Das werden außerdem die ersten Shows mit unserem neuem Album.  

Welcher Ort auf der Welt ist eigentlich der beste Ort, um neue Ideen zu sammeln?

Ron: Beim Reisen kommen mir die meisten Ideen für neue Songs. Im Urlaub entdeckt man viel Neues, man hat neue Kulturen um sich herum. Das ist einer der vielen Gründe, weshalb ich mich so auf unsere Europa-Tour freue. Wir werden zum aller ersten Mal in Deutschland auftreten!

Was wäre eure Traumlocation für ein Konzert?

Ron: Meine Traumkonzert wäre in einem coolen Amphitheater mit Steinwänden. Es gibt sogar genau so einen Ort in Perth, in einem alten Steinbruch. Dort würde ich so gerne spielen!

Auf eurer Facebook-Seite habt ihr geschrieben, dass ihr eure Inspiration von Filmen habt. Für welchen Film hättet ihr gerne die Filmmusik geschrieben?


Ron:
Persönlich hätte ich am liebsten die Filmmusik zu “Children of Men” geschrieben. Es ist einer meiner Lieblingsfilme. Dieser Film hat eine coole dystopische Stimmung. Unsere Musik passt perfekt dazu.

Ich habe eure Lieder angehört. Auf mich wirkten sie sehr düster und traurig. Genau wie euer Coverbild. Wie kommt das? Schließlich kommt ihr aus Perth, einer sonnenverwöhnten Stadt.

Luke: Das stimmt tatsächlich. Unsere Lieder klingen nicht wie ein Sommer in Perth. Unsere Lieder und Artwork sind definitiv sehr düster und dunkel. Wir denken, dass unsere Musik am mitreißendsten ist, wenn wir die traurigen Emotionen Furcht, Depression und Sorge in den Vordergrund stellen. Das sind Dinge, die uns betroffen haben, aber wir haben diese Musik komponiert, damit wir uns besser fühlen können. Wir verwenden keine Gesänge und Sprache in unserer Musik, damit der Zuhörer sich seine eigene Geschichte sich ausdenken kann.

"Yield to Despair" ist euer zweites Album - und das zweite Album ist meistens das härteste. Hattet ihr viele Probleme damit?


Luke:
Ja! Es war wirklich manchmal schwer und hart. Wir haben eine Platte mit ein paar kurzen Songs zwischen den anderen 2 Alben veröffentlicht “Failed by Man and Machine”. Wir lieben diese Songs zwar, aber es hat und geholfen zu realisieren, dass unsere wirkliche Leidenschaft längere und dramatischere Lieder sind. Aber bis wir zu dieser Erkenntnis gekommen sind hat es echt lange gedauert, wir haben viel geschrieben- viel verbessert, bis wir endlich das erreicht haben was wir wollten.

Seit 2004 seid ihr eine Band. Wann habt ihr bemerkt, dass ihr den gleichen Musikgeschmack habt? Wie habt ihr zusammen gefunden?

Luke: Wir sind zwar seit 2004 eine Band, aber es hat bis 2011 gedauert bis wir unser Debütalbum veröffentlicht haben. Ron und Andy gründeten die Band als sie in der High School waren. Es hat dann einige Jahre gedauert bis wir heraus gefunden haben, was wir eigentlich wollen. Aber den gleichen Musikgeschmack hatten wir immer schon: Hardcore, Metal und Old School Prog-Rock. Das erklärt zwar nicht wie unsere Musik klingt, aber als wir das erste Mal zusammen gespielt haben, hat es Klick gemacht und wir waren sofort auf einem Nenner.  

Wo seht ihr euch selbst in 5 Jahren?


Luke:
Ich hoffe, dass wir in 5 Jahren nocheinmal eine Europa Tour machen werden und auf größeren Festivals auftreten werden. Abgesehen davon würden wir gerne noch in anderen Teilen der Welt auftreten wo wir bis jetzt noch nicht waren. Vorallem Japan und Amerika streben wir an.

Tangled Thoughts of Leaving - Throw Us To The Wind...

Quelle: YouTube



Mehr dazu:

Was: Konzert mit Solkyri, Tangled Thoughts of Leaving & Psyence.
Wann: Donnerstag, 14. Mai 2015, Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr.
Wo: White Rabbit.