Emil ist da!

Manuela Müller

Eigentlich wollte ich ja noch viel mehr Beiträge über die Schwangerschaft schreiben, doch schwups - da kam mir Emil dazwischen. Es mag kitschig klingen, aber so ein Miniatur-Erdenbürger ist echt ein kleines Wunder.



Es war Samstag Morgen, sechs Uhr, und ich erwachte mit einer Wehe. Tja, da man in den Wochen vor der Geburt hin und wieder mal Übungswehen hat, dachte ich mir nichts dabei. Als die Wehen aber immer wieder kamen und etwas stärker waren als sonst, machte ich mir ernsthaft Gedanken, ob das wohl die richtigen Wehen wären. Ich entschied mich aber für noch weiter im Bett Liegenbleiben. Zum Glück platzte um halb acht meine Fruchtblase, sonst hätte ich Emil wahrscheinlich zu Hause zur Welt bringen müssen.


Jetzt war klar: Das sind echte Wehen und die Geburt wird nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Eine Stunde später war ich im Diakoniekrankenhaus, zwei Stunden später war Emil da.

Ich möchte mich nicht über die Details der Geburt auslassen. Nur soviel: Natürlich war es schmerzhaft, aber es war eine wirklich tolle Geburt, weil alles so schnell und unkompliziert ging. Die Hebammen vom Kreißsaal verabschiedeten mich mit den Worten: "Kommen Sie bald wieder. Solche Frauen wie Sie lieben wir."

Als ich Emil in den Arm gelegt bekommen habe, konnte ich es gar nicht fassen. Ich war sehr erschöpft und unglaublich glücklich. Obwohl ich die Nacht vor der Geburt nur wenig geschlafen hatte, konnte ich an diesem Tag kein Auge zu machen. Ich musste die ganze Zeit unseren kleinen Emil anschauen, beobachten, was er für komische Grimassen mit seinem Gesicht machte und wie klein alles an ihm ist.

Jetzt lebt Emil schon mehr als zwei Wochen bei uns, und immer noch muss ich ihn oft einfach nur anschauen. Obwohl mich Emil fast den ganzen Tag und die ganze Nacht beansprucht, bin ich überglücklich, dass wir so einen süßen Sohn haben.

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