Eishockey-Coach diskriminiert Landwirte

Dirk Philippi

Pressekonferenzen beim EHC Freiburg sind hin und wieder höchst amüsant. So auch gestern nach dem beeindruckenden 4:0-Heimspieg der Wölfe im Derby gegen Ravensburg, als Gäste-Coach Gerhard Brunner kurzzeitig die Contenance verlor.

Dass pflichtgemäße Pressegespräche nicht immer nur eine dröge Angelegenheit sein müssen, wissen Besucher von EHC-Pressekonferenzen schon seit vielen Jahren. Dort wird schon mal ganz gerne ein geschlagenes Stündchen mit dem Meistertrainer Pierre Page geplaudert, Ex-Stürmerstar Aaron Fox lauert heimlich hinter der Türe auf einen ungeliebten Trainer oder bayrische Eishockey-Urgesteine verlieren in der badischen Fragegier regelmäßig die Fassung.


Nachdem die Freiburger Wölfe gestern den Kontrahenten aus Ravensburg glatt und mitreißend mit 4:0 gebodigt hatten, Fans aus Schwaben wütend „Trainer raus“ riefen und Plastikbecher auf ihre eigenen Spieler warfen, ließ denn auch dem erfahrenen Ravensburg-Trainer, Gerhard Brunner (gebürtiger Tölzer), sein dicker Hals den Kragen platzen. Auf eine völlig harmlose Nachfrage bezüglich des Zweikampfverhaltens seiner Mannschaft, mimte er den grummligen Pseudo-Zach, verlor die Souveränität und bemühte den „Bauern-Vergleich“.
Erst Buhrufe, dann schallendes Gelächter beendeten eine kurzweilige Pressekonferenz, die Euch fudder hier als Audiodatei präsentiert.