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Eisessen in Freiburg: Die Top 10 Eisdielen in Freiburg

fudder-Redaktion

Eis geht immer! fudder hat die zehn besten Eisdielen in Freiburg getestet. Fünf der Eisdielen hat unsere Jury ausgesucht, die anderen fünf haben unsere Leser in einem Voting bestimmt. Auf die Plätze, fertig, schleck!

Wie cremig ist das Eis? Wie ausgefallen sind die Sorten? Stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und passt das Ambiente? Die fudder-Redaktion hat sich auf die Suche nach den besten Eisdielen in Freiburg gemacht – und sie zusammen mit Leserinnen und Lesern gefunden. Eine Experten-Jury* hat fünf Lokale ausgewählt, die ihrer Meinung nach zu den Top-Adressen gehören. Fünf weitere Lokale haben die User per Voting bestimmt. Wir haben alle ausführlich getestet.


fudders ultimative Eis-Liste

(Die Reihenfolge ist zufällig und stellt kein Ranking dar)

Mona Lisa
Café Ruef
Eiscafé Nart
Portofino
Incontro
Cream Garden Letizia
Eiscafé Limette
Hofeis
Eisdiele Mariotti
Eiscafé Castaldi
(Mit einem Klick auf den Namen geht’s direkt zum entsprechenden Test weiter unten)



Mona Lisa

Mona Lisa

Atmosphäre:
Menschen drängen sich durchs Gewühl, Bahnen klingeln, Stimmengewirr. Am Bertoldsbrunnen, direkt an der Haltestelle der Linie 1 gelegen, wirkt die Eisdiele zwischen Friseursalon und Metzgerei erst mal alles andere als gemütlich. Doch etwas versteckt befinden sich im hinteren Teil des Cafés gemütliche Sitzgelegenheiten und sogar ein kleiner Außenbereich. Von der Hektik der Straße ist unter den knallgelben Sonnenschirmen nichts mehr zu spüren.

Auswahl: Es gibt viel zu entdecken! An die dreißig Sorten aus eigener Herstellung präsentieren sich farbenfroh hinter der Glastheke. Abenteuerlustige kommen hier voll auf ihre Kosten, denn neben den klassischen Sorten wie Schokolade und Vanille hat das Eiscafé auch Ausgefallenes wie Giotto und Zimt, die Haussorte "Mona Lisa" sowie Sommerangebote namens "Summer in the City" im Sortiment.

Auch das vielfach in Vergessenheit geratene Waldmeistereis hat hier seinen Platz gefunden. Wer trotz Diät nicht auf Eis verzichten will, wird ebenfalls fündig: Für Figurbewusste gibt es Reiseis, für Veganer vor allem eine große Auswahl an fruchtigen Sorten.

Ebenso vielfältig ist die Auswahl an Eisbechern, von denen auch ein beachtlicher Teil zum Mitnehmen angeboten werden. Neben einer gesonderten Spaghettieis-Karte, die unter anderem ein Melonen-Spaghettieis beherbergt, wird im Mona Lisa offensichtlich viel Wert auf Frucht- und Joghurtkombinationen gelegt. Aber ob sich schon mal jemand an den Steinpilz-Becher getraut hat … ?

fudder Geheimtipp: Lust auf einen Cocktail, doch der Alkohol steigt bei Sommersonne und Hitze schnell in den Kopf? Die Lösung ist ein Eisbällchen der Sorte Mojito. Das Zitrone-Minz-Eis sorgt auf jeden Fall für eine wohltuende Erfrischung.

Kugelgröße: Normal.

Cremigkeit: Auf Grund der durchschnittlichen Cremigkeit schmilzt das Eis recht schnell. Liegen die Außentemperaturen etwas höher, ist also flinkes Schlecken angesagt. Darunter leidet allerdings der Genuss; für die ausgefallenen Sorten möchte man sich doch etwas mehr Zeit nehmen.

Waffel: Ein solides, knackiges Hörnchen – ohne Sperenzchen wie Schokolade oder Krokant am Rand.

Optik: Blau, pink, grün – hinter der Glastheke des Cafés leuchtet es in allen erdenklichen Farben. Süßigkeiten, Pralinen und Früchte garnieren die Eistöpfe und laden zum Probieren ein.

Crowd: Wegen seiner zentralen Lage profitiert das Mona Lisa vor allem von der Laufkundschaft. Im versteckten Sitzbereich trifft man eher einige ältere Herrschaften.

Preis: Eine Kugel auf die Hand gibt es für 1 Euro.

Gesamturteil: Das Mona Lisa punktet vor allem durch seine Auswahl an ungewöhnlichen Sorten, weniger durch herausragende Eisqualität. Für Abenteuerlustige und zum Auf-die-Hand-Nehmen ein großer Spaß, Entscheidungsunfreudige dürften bei der Vielfalt allerdings schnell überfordert sein. In diesem Fall lohnt es sich, sich von der hektischen Atmosphäre im vorderen Teil des Cafés nicht abschrecken zu lassen und im Sitzbereich in Ruhe einen Eisbecher zu genießen.

Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 00:00 Uhr
Adresse: Salzstraße 6, 79098 Freiburg

(Testerin: Leah Biebert)



Café Ruef

Ruef

Atmosphäre: Das traditionsreiche Café Ruef in der Karthäuserstraße ist eigentlich mehr Restaurant und Bar als Eisdiele. Deshalb wirkt die kleine Eistheke im hinteren Bereich des urig-dunklen Raumes auch erstmal ein bisschen fremd. Das hausgemachte Eis der Eismanufaktur Ruef bekommt man aber nicht nur im Café selbst, sondern auch bei anderen Cafés und Verkaufspunkten im Stadtgebiet. Seit diesem Sommer gibt es außerdem einen Eisstand an der Alten Apotheke im Stühlinger – direkt neben dem Stühlinger Kirchplatz, wo man es sich bei gutem Wetter mit seinem Eis auf der Wiese bequem machen kann.

Auswahl: Die Anzahl der Sorten ist begrenzt, dafür sind die Geschmacksrichtungen umso ausgefallener. Zwischen klassischem Schokoladeneis aus belgischer Schokolade und Absinth, Erdbeer-Basilikum oder sogar Curry sollte sich für jeden Geschmack etwas finden lassen. Für Veganerinnen und Veganer gibt es neben den klassischen Fruchtsorten zum Beispiel auch das exotische "Gin-Gin-Mule". Außerdem wechseln die Sorten immer wieder – selbst regelmäßigen Eisessern dürfte also so schnell nicht langweilig werden.

fudder Geheimtipp: An einem heißen Tag bringt die Sorte "Gurke-Minze" die ultimative Erfrischung. Wer es nicht ganz so ungewöhnlich mag bekommt mit "Orange-Tonkabohne" eine fruchtig-herbe Sommersorte.

Kugelgröße: Nicht zu groß. Falls man sich zwischen den vielen ausgefallenen Sorten nicht entscheiden, kann man also auch problemlos zwei oder sogar drei Kugeln schaffen.

Cremigkeit: Beim Milcheis hervorragend, aber auch die Fruchtsorten überzeugen mit einer angenehm weichen Konsistenz und einem zart-schmelzenden Mundgefühl.

Waffel: Man bekommt eine leckere, knusprig-süße Eiswaffel. Wer sich vegan ernährt muss allerdings auf den Becher ausweichen.

Optik: Hoch aufgetürmte Eisberge mit Verzierungen sucht man vergebens, die Präsentation fällt eher puristisch aus. Das Fruchteis überzeugt mit natürlich-kräftigen Farbtönen, und das "Erdnuss-Crunchy" ist voll mit Nüssen.

Crowd: Im Café Ruef selbst ganz unterschiedlich, je nach Tages – oder besser Nachtzeit. An der alten Apotheke im Stühlinger gibt es ein bunt gemischtes Laufpublikum: Familien, Kinder mit einem 2 Euro-Stück in der Hand, Rentner, Studierende auf dem Weg zur Vorlesung und alle, die sonst noch an der Ecke vorbeikommen.

Preis: Die einfachen Sorten gibt es für 1,20 Euro je Kugel, Sorten mit Nüssen oder Alkohol kosten 1,50 Euro.

Gesamturteil: Auch ohne das klassische Eisdielen-Gefühl bietet das Café Ruef Eis der Extraklasse: Die kreativen, vielfältigen Sorten bieten ein ganz neues Geschmackserlebnis jenseits von Vanille und Stracciatella. Und wer an einem lauen Sommerabend noch Lust auf einen kühlen Drink hat, bekommt ihn im Café Ruef sogar in Eisform: mit den Sorten "Gin Gin Mule" oder "Mojito" kann man jeden Tag in Ruhe ausklingen lassen.

Öffnungszeiten: Das Café Ruef hat von Donnerstag bis Samstag ab 20 Uhr geöffnet. An der Alten Apotheke im Stühlinger gibt es bei gutem Wetter täglich ab 12 Uhr Eis.

Web: ruef-naherholung.de
Facebook: Café Ruef
Adresse: Kartäuserstraße 2, 79102 Freiburg und an anderen Verkaufsstellen


(Testerin: Sarah Metzger)



Eiscafé Nart

Nart

Atmosphäre: Das Eiscafé Nart liegt ruhig an einer Seitenstraße, unmittelbar zur Haltestelle "Reutebachgasse" der Linie 4 in Zähringen und bietet einige Sitzplätze mit Tischen im Freien an – wahlweise unter dem großzügig überdachten Pavillon vor der Eisdiele oder in der Sonne.

Auswahl: In der Eisvitrine stehen 24 Eissorten zur Auswahl. Neben den klassischen Milch- und Fruchteisvariationen gibt es ausgefallenere Kreationen wie salziges Karamell und Mediterraneo, einem Mandel-Pinien-Nussmix. Es gibt zahlreiche Eisbecher von Mocca- bis zum Schwarzwaldbecher. Unter den Fruchteissorten sind unter anderem Himbeere, Mango und Erdbeere vegan, es gibt allerdings keine veganen Waffeln. Außerdem gibt es Eisbecher, die wiederverwendet werden können und aus recycelten Materialien hergestellt wurden.

fudder Geheimtipp: Probiert unbedingt Ricotta-Feige-Pistazie, in der alle drei Geschmacksrichtungen zur Geltung kommen!

Kugelgröße: Die Kugeln sind mittelgroß, sodass die Waffel nicht zu überladen ist.

Cremigkeit: Mediterraneo und Ricotta-Feige-Pistazie schmeckten im Test fein-cremig und unaufdringlich.

Waffel: Die Waffel schmeckte leicht pappig, was vermutlich aber an der hohen Luftfeuchtigkeit lag.

Optik: Das Eis ragt nur leicht aus den Töpfen heraus und die Farben wirken insgesamt natürlich.

Crowd: Am Freitagabend war ein gemischtes Publikum von Familien mit Kindern über junge Menschen im Eiscafé Nart anzutreffen.

Preis: Die Kugel kostet 1,10 Euro.

Gesamturteil: Abgesehen von der Waffel überzeugten die getesteten Sorten Mediterraneo und Ricotta-Feige-Pistazie durch ihren feinen, natürlichen Geschmack. Das Eiscafé Nart lädt auch nach gewittrigen Sommerabenden zum Verweilen ein.

Öffnungszeiten: Sommer: 9.00 Uhr bis 22.30 Uhr, Februar bis April: 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Web: eis-nart.de
Facebook: Eiscafé Nart
Adresse: Zähringer Straße 336, 79108 Freiburg



(Tester: Alexander Link)



Portofino

Portofino



Atmosphäre:
Mit Blick auf kleine Kindern, die zwischen den Wasser-Fontänen auf dem Platz der alten Synagoge spielen, kann man sich auf die Treppen des Stadttheaters – eine Minute vom Portofino entfernt – setzen und sein Eis schlotzen. Daneben strahlt die Universitäts-Bibliothek, kleine Grasflächen bieten Liegemöglichkeiten und manchmal spielt im Hintergrund noch jemand Musik. Beim Portofino selbst sind Stühle aufgestellt. Doch neben der Schlange und Kellner*innen, die hin und her huschen, fühlt man sich doch etwas eingeengt. Wem es hier zu eng und vor dem Stadttheater zu sonnig ist, hat zusätzlich eine schattige Sitzmöglichkeit vor der Passage. Das Eis überzeugt aber mehr, als die Atmosphäre des Portofinos.

Auswahl: Es gibt eine große Auswahl an Eissorten, sowie veganes Eis, warmes Eis – und natürlich Eisbecher, die auch zum mitnehmen sind. Die Auswahl dürfte zu den größten in Freiburg zählen – und sie ändert sich wöchentlich. So gibt es in diesem Sommer sogar Basilikum-Eis! Was aber bleibt, sind die Eiswaffeln – vegane gibt es nicht. Ansonsten werden Kaffees, kleine italienische Gerichte und diverse Getränke angeboten.

fudder Geheimtipp: Das warme Eis im Winter. Die Konsistenz erinnert an etwas festere Sahne, schmeckt aber super – und ist eine Alternative für diejenigen, die an kalten Tagen nicht auf Eis verzichten wollen. Außerdem muss man keine Sorge vor der lagen Schlange im Sommer haben: Die Verkäufer des Portofino sind auf Zack, man wartet eigentlich nie länger als fünf bis sieben Minuten. Wer sich ein paar Kugeln mitnehmen möchte, kann das ebenfalls. Bis zu zehn Kugeln lassen sich gut gekühlt verpackt mit nach Hause nehmen – und halten selbst einen langen Heimweg.

Kugelgröße: Super groß. Natürlich kommt es immer darauf an, wie gut der Eisverkäufer in dem Moment gelaunt ist. Allgemein ist das Portofino aber dafür bekannt, nicht an der Größe der Kugel zu sparen.

Cremigkeit: Keine Froststücke, dafür könnte das Eis für manche Geschmäcker noch ein bisschen fester sein. Cremigkeit daher schon fast zu cremig.

Waffel: Eine ganz normale Standardwaffel. Wäre die noch selbstgemacht, wäre das ein i-Tüpfelchen. Bisher kann man aber getrost zum Becher greifen.

Optik: Die cremige Nougat-Schokolade, die in der Sonne glänzt und sich mit dem orangefarbenen Mango-Eis zu einer Kugel hüllt: Das ist ein Eis, bei dem tatsächlich das Wasser im Mund zusammenläuft. Insgesamt sieht das Fruchteis des Portofino natürlich aus – und die Milcheis-Sorten haben teilweise kleine Keks- oder dicke Schokostückchen.

Crowd: Kinogänger, die sich vor ihrem Popcorn noch eine Kugeln gönnen, oder Studierende, die eine Lernpause machen. Das Alter ist allgemein aber durchmischt.

Preis : 1 Euro für die Kugel. Eine Kinderkugel – die aber wirklich nur für Kleinkinder ist – gibt es auch für 70 Cent und in einer kleinen Waffel.

Gesamturteil: Mit einem Euro für eine große Kugel und direkt am Stadttheater und dem Platz der alten Synagoge ist das Portofino eine der bekanntesten Eisdielen aus Freiburg. Was ein bisschen fehlt, ist der Charme und ein wenig die Ruhe. Dafür muss man die lange warten – egal wie sehr draußen die Sonne scheint. Und bei der riesen Auswahl kommt definitiv jeder auf seine Kosten.

Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag: 9 - 1 Uhr
Web: portofino-freiburg.de
Facebook: Eiscafé Portofino
Adresse: Bertoldstraße 44, 79098 Freiburg



(Testerin: Laura Wolfert)



Incontro

Incontro

Atmosphäre: Das Incontro liegt im Herzen des Bermuda-Dreiecks und damit nicht ganz in der schönsten Ecke Freiburgs. Das große Plus wenn man sich an den Tischen direkt neben der Eisdiele niederlässt: Während dem Eisschlotzen lassen sich die vorbeigehenden Passanten beobachten und man bekommt so einiges mit. Die aufgebauten Sonnenschirme bieten Schatten, wer will kann sich aber auch in die pralle Freiburger Sonne setzen.

Auswahl: Das Incontro bietet einen guten Mix und viel Auswahl zwischen fruchtig und cremig. Ins Auge sticht durch knallige Farben sofort die schwarze Johannisbeere und der Quark Mango Maracuja. Ansonsten hebt sich das Incontro mit Eissorten ab, die sich normalerweise nur in schokoladiger Form im Süßigkeitenschrank befindet: Kinder Country, Rafaello, Weiße Schokolade, Cookies.

fudder Geheimtipp: Die Eissorte Bitterschokolade ist hier besonders cremig - einfach zum dahinschmelzen.

Kugelgröße und Preis: : Eine Kugel hat genau die Größe eines normalen Esslöffels. Minuspunkt: Sie ist fast zu klein dafür, dass man hier 1,10 Euro pro Kugel bezahlt.

Cremigkeit: Wer cremiges Eis mag, sollte hier her kommen (siehe auch Geheimtipp).

Waffel: Bei der Waffel handelt es sich um ein Standardmodell. Sie hebt sich durch nichts besonderes hervor. Wer will, bekommt für einen Aufpreis von 30 Cent eine glutenfreie Waffel.

Crowd: Die Lage mitten in der Innenstadt sorgt dafür, dass hier fast jeder mal abhängt. Bei gutem Wetter ist die Schlange auch mal etwas länger. Die Eisverkäufer haben die Gut-Wetter-Kunden aber stets im Griff und jeder kommt schnell zu seinem Eis.

Gesamturteil: Die Auswahl bietet gute Abwechslung. Besonders Schokoladenfreunde und Leute mit einem Sinn für Cremigkeit kommen hier auf ihren Geschmack. Weh tun nur die 10 Cent mehr, 1 Euro für eine Kugel reicht doch völlig.

Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag: 11 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag: 11 bis 23 Uhr

Facebook: facebook.com/incontro.gelatocaffe
Web: Niemensstraße 3, 79098 Freiburg



(Testerin: Tamara Keller)



Cream Garden Letizia

Cream Garden Letizia



Atmosphäre:
Wer in Haslach wohnt, kennt das Cream Garden Letizia vermutlich, denn andere Eiscafés gibt es in diesem Stadtteil nicht. Direkt an der Tramhaltestelle "Dorfbrunnen" gelegen, ist das Café gut für alle zu erreichen, die im Südwesten Freiburgs wohnen. Leider liegt die Eisdiele an einer großen, befahrenen Straße, worunter die Atmosphäre etwas leidet. Es gibt jedoch einen ruhigen Hinterhof mit vier Tischen und Sonnenschirmen. Hier lässt es sich gut sitzen.

Auswahl: Jeden Tag gibt es eine neue Auswahl an 26 verschiedenen Sorten, die immer nachts frisch gemacht werden. Die Klassiker wie dunkle, normale und weiße Schokolade, Vanille oder Erdbeere sind jeden Tag dabei. Ab und zu experimentiert die Familie, die das Eiscafé betreibt, auch mit selbstkreierten Sorten wie "Mojito", "Campari-Orange" oder "Haslacher" mit Eierlikör und Nugatcreme. Einmal haben sich die Mutter und ihre Kinder auch an Biereis versucht, das haben sie allerdings schnell wieder gelassen. Neben den Kugeln gibt es auch verschiedene Spaghetti-, Frucht- und Milcheisbecher für 5 Euro. Alle Waffeln sind vegan genauso wie alle Fruchteissorten.

Fudder Geheimtipp: Probiert mal die Sorte "Salty Peanut"! Die Kombination aus süßer Eiscreme und salzigen Erdnüssen ist hier echt gut gelungen. Kein Wunder also, dass das auch das persönliche Lieblingseis der Eisverkäuferin ist.

Kugelgröße: Die Kugeln sind normal bis eher groß.

Cremigkeit/ Geschmack: Das Eiscafé heißt zu Recht "Cream Garden Letizia": Die Eis ist sehr cremig. Die meisten Sorten haben einen sehr intensiven und trotzdem natürlichen Geschmack. Das Vanilleeis ist dagegen sehr dezent und fein. Es wurde mit echter Vanille hergestellt, was man an den tiefschwarzen Punkten erkennen kann. Allerdings wurde mit der Vanille etwas zu sparsam umgegangen, der Geschmack dringt kaum durch. Die Sorte "dunkle Schokolade" ist dafür umso mächtiger und schokoladiger. Bei mehreren Kugeln das Schokoladeneis also unbedingt am Ende essen!

Waffel: Die Waffeln sind absolute Standardwaffeln, beim Großhändler gekauft. Nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich. Sie sind vegan.

Optik: So wie die Einrichtung des Eiscafés, die Deko und die Aufmachung, ist auch das Eis sehr schlicht ohne große Verzierung. Die Eisbecher sind aus Plastik genauso wie die Tische und Stühle. Die Optik ist eindeutig zweitrangig.

Crowd: Durch die etwas abgelegene Lage hat das Eiscafé viele Stammgäste. Man sieht viele Familien im Hinterhof sitzen, aber auch einzelne Leute kommen mit ihrer Zeitung auf eine Kugel Eis vorbei. Touristen gibt es dagegen so gut wie gar nicht.

Preis: 1,10 Euro für die Kugel.

Gesamturteil: Das Konzept von "Cream Garden Letizia" ist eindeutig: Der Geschmack steht an erster Stelle, alles andere muss sich hinten anschließen. Dadurch ist das Eis wirklich lecker, es gibt ausgefallene Sorten, eigene Kreationen und natürliche Zutaten. Die Kugeln sind groß und der Preis dafür vollkommen angemessen. Für ein Eis auf die Hand ist es also perfekt. Zum Hinsetzen gibt es dagegen deutlich idyllischere Eiscafés. Hier gilt: Funktional und praktisch. Es gibt zwar Sonnenschirme und Sitzkissen, man kann also bequem im Schatten sitzen, aber das Eis verliert deutlich an Charme durch die unökologischen Plastikbecher, in denen es serviert wird. Die Mitarbeiter sind jedoch sehr freundlich.

Öffnungszeiten: täglich von 11-22 Uhr
Adresse: Carl-Kistner-Straße 9, 79115 Freiburg



(Testerin: Annalina Ebert)



Eiscafé Limette

Limette



Atmosphäre:
Die "Limette" befindet sich mitten im grünen Vauban, zwischen Grundschule und Studentenwohnheim und obwohl die Straßenbahnschienen unmittelbar an dem Café entlangführen, stören sie keineswegs. Für das Eis auf die Hand findet man Stühle draußen an der Hauswand. Allerdings sind es nicht unbedingt genügend Sitzgelegenheiten und gerade in der Mittagszeit sollte man sich einen anderen Platz suchen, wenn man nicht in der Sonne brutzeln möchte.

Auswahl: Für die veganen Eis Fans unter uns bietet die "Limette" neben den logischerweise veganen Fruchteissorten noch zwei weitere vegane Eissorten mit dem Mandeleis und dem Schokoladeneis "Nero". Da die Waffel leider nicht vegan ist, muss man sich in dem Punkt mit einem Becher begnügen. Wenn man genügend Zeit hat, um sich in das Café zu setzen, überrascht das Eiscafé mit einer Auswahl von Eisshakes über Eis mit Schuss, zu dem klassischen Kaffee mit Kuchen.

fudder Geheimtipp: Wer Lust auf Neues hat, darf sich ruhig an die außergewöhnlichen Sorten wie "Marrakesch" (Zimteis mit Sesamkrokant und dunkler Schokolade) oder Karamelleis mit Meersalz wagen. Wer es lieber nussig mag, sollte in jedem Fall "Catania" probieren. Die Mischung Mandel, Haselnuss und Pistazie hat seinen ganz eigenen weichen Geschmack.

Kugelgröße: Die Kugeln sehen zwar klein aus, aber das täuscht. Es reicht auf jeden Fall aus, um die Eissorte zu genießen.

Cremigkeit: Hat man sich für ein Milcheis entschieden, kann man die cremige Konsistenz des Eis nicht leugnen. Im Fruchteis dagegen, findet man ab und zu noch Eiskristalle, die dem Geschmack aber nicht schaden.

Waffel: Die Waffel ist genauso knusprig, wie man es sich wünscht und wird auch durch das schmelzende Eis nicht sofort aufgeweicht.

Optik: Sehr ansprechend. Egal ob man sich schon den ganzen Tag auf ein Eis gefreut hatte oder im Moment eigentlich keine Lust darauf hatte, am Ende kauft man sich schließlich doch eins.

Crowd: Da ein Studentenwohnheim auf der linken Seite, die Grundschule auf der rechten Seite, die Familienhäuser hinten dran und ein Hotel davor ist, ist das Publikum sehr gemischt. Von Studenten über Familien mit Kindern zu Rentnern.

Preis: Wie in fast jeder Eisdiele kostet auch hier die Kugel Eis 1,10 Euro.

Gesamturteil: Alles in allem ist die "Limette" eine gute Anlaufstelle, um mit der Familie einen schönen Nachmittag zu verbringen oder sich mit Freunden eine Erfrischung mit außergewöhnlichen und immer wechselnden Eissorten zu gönnen.

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 10 bis 22 Uhr
Sonntag 11 bis 22 Uhr
(Kann sich jedoch aufgrund des Wetters verändern)

Web: www.limette-freiburg.de
Facebook: Limette

Adresse: Vaubanalle 14, 79100



(Testerin: Leona Strohm)



Hofeis

Hofeis

Atmosphäre: Die Hofeis-Filliale in der Bertoldstraße ist sehr klein und es gibt nur ein paar wenige Sitzplätze. Man kann sich unmittelbar davor auf mehrere Bänke oder Randsteine setzten, oder auf dem Platz der alten Synagoge in der Sonne das Eis essen. Und mal ehrlich, wer möchte sein Eis schon in den gefühlt 12 Grad kalten Eisdielen essen, wenn die Sonne draußen scheint und die Stadt so viele schöne Plätze bietet.

Die Eisdiele ist hell und modern eingerichtet. In der Einrichtung dominieren die Farben grün und weiß. Und zu dem freundlich eingerichtetem Innenraum kommt das genauso entgegenkommende Service-Personal hinzu.

Auswahl: Insgesamt gibt es 14 verschiedene Eissorten. Neben den gewöhnlichen Eiskugeln bietet das Hofeis auch Milchshake, Eisschokolade und Eiskaffee an. Sowie Spaghetti-Eis und der hauseigene "Schwarzwald-Becher". Neben den Klassikern wie Vanille, Schokolade und Stracciatella, gibt es auch ungewöhnlichere Milcheissorten wie Butter-Keks und Zartbitter-Schokolade. Hinzu kommt noch Sorbet-Eis, zum Beispiel Lemon-Mint. Für Veganer gibt es viele Sorten. Alle Sorbets sind beispielsweise natürlich vegan.

fudder Geheimtipp: "Omas Apfelkuchen". Ja, es schmeckt so gut, wie es sich anhört. Wer braucht schon New-York-Cheesecake wenn man Freiburger Apfelkuchen in Eisform haben kann. Apropos Kuchen: Auch ein Highlight ist die Sorte "Schwarzwald".

Kugelgröße: Die Kugelgröße ist relativ groß. Aber das erwartet man auch bei dem hohen Preis.

Cremigkeit: Das Hofeis ist sehr cremig. Der Geschmack ist fein, das spricht definitiv für natürliche Zutaten und keine künstlichen Zusatzstoffe. Aber dadurch, dass das Eis sehr cremig und weich ist, gilt es, sich beim Essen zu beeilen. Sonst sind Joghurt-Heidelbeer-Flecken auf dem neuen weißen Sommerkleid vorprogrammiert.

Waffel: Die Waffel ist knusprig, aber nicht hart. Alle Waffeln sind komplett vegan – und das bei bestem Geschmack. Der Geschmack der Waffeln ist genau so, wie er sein soll. Leicht süß, nussig und ein guter Gegenpol zu den sahnigen Eissorten.

Optik: Das Auge isst ja bekanntlich mit. Folgt man diesem Spruch, wäre man schon satt, wenn man nur vor der Eistheke steht. Viele bunte Sorten, aber keine künstlichen Farben. Schlumpfblau und Barbiepink sucht man vergeblich. Stattdessen sind bei manchen Sorten große Stückchen drinnen und die Farben sehen natürlich lecker aus.

Crowd: Junge Pärchen, alte Pärchen und Nicht-Pärchen. Hier kommen wirklich alle hin. Da die Hofeis-Diele direkt in der Bertoldstraße liegt und alle möglichen Menschen vorbei kommen, lässt sich kein festes Publikum eingrenzen. Vor allem dogmatische Veganer lieben das Hofeis. Und deswegen ist die Schlange auch oftmals so lang. Manche Kunden lassen sich ausgiebig über die Herstellungsprozesse informieren. Oder Verpackungen aus dem Lager holen, um die "Veganheit" zu überprüfen. Aber wenigstens weiß dann wirklich jeder, der in der Schlange steht, was die drittletzte Zutat in der Eissorte "Mango" ist und wie die Waffel hergestellt wurde.

Preis: Eine Kugel kostet beim Hofeis 1,20 Euro. Und das ist definitiv teuer. Der Betreiber rechtfertigt den hohen Preis mit den teuren Produktionskosten und hochwertigen Produkten, aber für den Konsumenten ist es viel Geld für eine Kugel Eis.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag: 10 bis 22 Uhr, Sonntag 11 bis 22 Uhr.

Web: hofeis.com

Facebook: Hofeis

Adresse: Bertoldstraße 12, 79098



(Testerin: Dorothea Winter)



Eisdiele Mariotti

Mariotti

Atmosphäre: Das Mariotti liegt in der derzeit noch stillgelegten Kronenstraße, kurz vor der Kronenbrücke. In der direkten Nähe befindet sich die Angell-Schule, zu den Pausenzeiten holen sich die Schüler dort ihren Bollen Eis. Zu Fuß sind es etwa 10 Minuten bis zum Platz der alten Synagoge und jeweils etwa 15 Minuten bis zum Hauptbahnhof und Bertholdsbrunnen.

Die Eisdiele ist klein und gemütlich, es gibt einige Sitzgelegenheiten im Inneren, draußen gibt es davon mehr. Die neue, bisher ungenutzte Straßenbahnhaltestelle direkt vor dem Mariotti, wird an lauen Sommerabenden von Freiburgs Eis-Pilgerern besetzt. Die Atmosphäre um die Eisdiele herum ist gemütlich und entspannt – sobald die Kronenbrücke fertig ist, dürfte es damit allerdings vorbei sein. Um die Eisdiele herum finden sich tagsüber Plätze in der Sonne aber auch schattige Plätze. Gegenüber vom Mariotti befindet sich die Tanzschule Saltango, abends klingen deshalb oft südamerikanische Rhythmen herüber, manchmal ziehen die Tanzenden auch rüber zum Mariotti und schwingen das Tanzbein im Außenbereich der Eisdiele. Das gibt Sommerfeeling pur.

Auswahl: Es gibt alle üblichen Sorten, wie Vanille, Schoko, Stracciatella, Erdbeere, Zitrone und so weiter. Außerdem einige ausgefallene Sorten, wie Cookie oder Cheesecake. Es gibt auch einige Sorten, die als vegan gekennzeichnet sind, außerdem sind die Waffeln vegan.

fudder Geheimtipp: Stracciatella ist kein Geheimtipp aber mein Lieblingseis – und das kam mit riesigen Schoko-Stückchen, die mein Stracciatella-Herz höher schlagen ließen. Die dunkle Schokolade war ein Traum, wie aus Charlies Schokoladenfabrik. Gewonnen hat aber das Feigen-Eis, das am Testtag mit Cheesecake gemischt war. Fruchtig und einfach nur lecker.

Kugelgröße: Normal. Durch besondere Größe sind die Kugeln nicht aufgefallen, klein waren sie aber auch nicht. Eher im Durchschnitt der Freiburger Eisdielen.

Cremigkeit: Das Zitroneneis war cremig und kam schon etwas geschmolzener als das Schokoladen- und das Stracciatella-Eis. Letztere hatten eine festere aber trotzdem cremige Konsistenz. Viel Zeit sollte man sich dennoch nicht beim Essen lassen.

Waffel: Die Waffel war schon zu Beginn etwas zu weich, das trübte das Geschmackserlebnis. Mit der Zeit wurde sie noch weicher, fast schon matschig - ein bisschen krosser dürfte sie schon sein.

Optik: Die Auslage sieht lecker aus, die Entscheidung fällt schwer. Das Eis wirkt frisch und hochwertig. Das Eis wurde kalt und fest (nicht geschmolzen) serviert und lies mir sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Crowd: Am Testtag, einem kühlen Sommerabend, waren auffällig viele Dates und Pärchen in der Eisdiele. Tagsüber kommen die vielen Schüler der umliegenden Schulen vorbei, abends schlendert die Nachbarschaft rüber, junge Leute, Pärchen, Freundesgruppen und Familien sind im Mariotti zu finden.

Preis: Eine Kugel kostet 1 Euro.

Gesamturteil: Das Mariotti zählt nicht umsonst zu Freiburgs beliebtesten Eisdielen. Das Eis ist hausgemacht, mit frischen Zutaten und fast ohne Konservierungsstoffe. Das Mariotti ist ein Familienunternehmen mit viel Erfahrung im Gelato-Business – und das kann man schmecken.

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 23 Uhr

Web: candyberry.de
Facebook: Eis Mariotti

Adresse: Kronenstraße 9, 79100 Freiburg


(Testerin: Marie Moser)



Eiscafé Castaldi

Castaldi

Atmosphäre: Wer von der Johanneskirche an die Dreisam läuft, dem fällt das kleine, kiosk-ähnliche Eiscafé Castaldi an der Günterstalstraße erst auf den zweiten Blick auf. Hier sitzt man entweder schattig zwischen Hauseingängen oder unter einem Pavillon. Es wirkt alles irgendwie improvisiert und doch gemütlich. Wem der Lärm der Straße zu viel ist, der nimmt die wenigen Treppenstufen runter zum Kronenmühlebach und schlotzt sein Eis zum entspannenden Plätschern des Wassers.

Auswahl: In die Mini-Kühltruhe passen zwar nur 14 Eissorten, dafür durchaus ausgefallene Geschmacksvarianten. Neben Schokolade, Vanille und Joghurt gibt es schwarzes Sesameis, Nutella-Eis, oder Schwarzwälder-Kirsch-Eis. Alles selbstgemacht und täglich wechselnd. Für Veganer gibt es fruchtige Sorbets. Serviert wird in der Waffel und wahlweise im Papp- oder Plastikbecher. Außerdem gibt es hervorragenden Espresso aus der Siebdruckmaschine und auch deftige Snacks.

fudder Geheimtipp: Erfrischend fruchtig ist das Freiburg-Eis mit Kirsche und Basilikum.

Cremigkeit: Top, nicht zu schnell schmelzend.

Waffel: Knusprig, stabil, lecker

Optik: Durchschnittliche Kugeln, natürliche, bunte Farben

Crowd: Schüler, Eltern mit Kiddies, Mittagspausen-Publikum

Preis: 1 Euro für eine Kugel

Gesamturteil: Nicht die größte Eis-Auswahl, dafür extrem guten Kaffee. Mit kleinem Espresso und zwei Kugeln Eis bewaffnet die Treppenstufen zum Bach runter und kurz abschalten – die perfekte Mittagspause.

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 20 Uhr, Sonn- und Feiertag 13 bis 20 Uhr. Im Sommer und bei schönem Wetter bis 22 Uhr geöffnet

Web: www.eiscafe-castaldi.de

Facebook: Eiscafé Castaldi

Adresse: Günterstalstr. 7, 79102 Freiburg



(Tester: Joshua Kocher)
*Mitglieder der Eis Jury sind fudder-Redaktionsleiter Markus Hofmann, Online-Redakteurin Carolin Buchheim, fudder-Autorin Laura Wolfert, BZ-Volontärin Tamara Keller und Marie Moser aus fudders Vermarktungsteam.