"Einfach aufgehört zu laufen"

Dirk Philippi

Mit den Frankfurt Lions ist der Freiburger Simon Danner (20) aktueller Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga DEL. Mit seinem Heimatverein, den Wölfen Freiburg, verlor der Außenstürmer gestern nach 1:0-Vorsprung und einem ausgeglichenen ersten Drittel noch 4:7 gegen den EV Füssen. Damit ist die Siegesserie der Wölfe vorerst gerissen, wenngleich man den dritten Tabellenplatz noch immer innehat. 'Der Eissportenthusiast' hat nachgefragt.



Dein erstes Spiel für Freiburg in der laufenden Saison hast Du Dir sicher anders vorgestellt!

Allerdings. Dabei sah es zu Beginn ja gut aus. Wir haben einen super Start erwischt und schnell 1:0 geführt (...)

Aber dann?

Haben wir zu viele dumme Strafen genommen und uns in Unterzahl abschießen lassen.

Du bist auch eine Nacht danach noch angefressen, oder?

Ja klar. Ich bin Sportler und spiele um zu gewinnen. Aber das funktioniert halt nicht, wenn wir wie gestern irgendwann einfach aufhören zu laufen und den anderen dabei zuschauen, wie sie uns anfangen auszuspielen.

Dabei könntest Du Freiburg ja auch Freiburg sein lassen und Dich im Licht des Erstliga-Spitzenreiters sonnen.

Also erstens kann ich mich in nichts sonnen, ich muss weiter hart arbeiten, um für die Lions meine Leistung zu bringen. Und zweitens spiele ich immer noch saugerne für die Wölfe, da hängt einfach noch verdammt viel Herz drin.

Noch einmal kurz zu gestern: Was war Deine Aufgabe in Füssen? Den Aggressiv-Leader übernehmen?

Klar spiele ich viel auf den Körper, aber ich nehme mich ja aus der Kritik nicht aus. Ich hab trotz meiner kurzen Pause noch schwere Beine vom Donnerstagsspiel gegen die Eisbären Berlin gehabt. Ich hab eben versucht erst für Mares und Kottmair und nach der Umstellung für Karhula und Hermann die Lücken zu reißen. Leider ging die Rechnung so nicht auf.

Aber wir werden Dich hoffentlich wiedersehen im Wölfe-Trikot? Vielleicht ja auch in den Playoffs?

Klar will ich wieder für das Team spielen, (lacht) gerne aber auch mal zuhause. Was die Playoffs angeht muss man mal abwarten, wie sich die Dinge in Frankfurt und Freiburg so entwickeln. Natürlich hat Frankfurt aber Priorität. Ansonsten entscheiden Rich Chernomaz (Anm:: Trainer Frankfurt Lions) und Dwayne Norris (Anm.: Manager Frankfurt Lions) immer spontan und von Wochenende zu Wochenende, ob ich für Freiburg spiele oder nicht.

Simon, dann viel Erfolg mit den Lions, grüß uns den Martin Reichel, und hoffentlich auf bald.

Ja Danke, und dann mit mehr Erfolg!