Eine Schock-Kampgane von Amnesty International

Adrian Hoffmann

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) ist bekannt für ungewöhnliche Aktionen. Die jüngste Kampagne ist besonders krass:


Unter dem Slogan "Es geschieht nicht hier. Aber jetzt." sind an zentralen Ortens Basels (und der übrigen Schweiz) 70 Plakate aufgehängt worden, die furchtbar authentisch wirken: Der Hintergrund des Plakatmotivs ist der Umgebung nachempfunden, an dem das Plakat hängt - also zum Beispiel einem Haus oder einer Tram-Haltestelle. Und im Vordergrund wird gefoltert, gequält und misshandelt. Ziemlich krass - als ob die Schandtaten gerade jetzt an gerade dieser Stelle passieren würden.

Daniel Meienberger, Kommunikationsleiter Amnesty Schweiz, freut sich über die große Resonanz, die die Plakate, die jetzt übrigens nach vier Wochen Laufzeit wieder abgehängt wurden, ausgelöst haben. Vor allem in der Weblog-Szene sei man auf das Thema eingestiegen, sagt er. Auch andere Amnesty-Verbände haben Interesse an einer Weiterführung der Aktion gezeigt.