SC Freiburg

Ein Nachfolger für das SC-Fanprojekt scheint in Sicht

Frank Zimmermann

Das SC-Fanprojekt ruht seit Juli nachdem das Jugendhilfswerk überraschend die Trägerschaft gekündigt hat. IB und AWO sind im Gespräch. Im Februar soll es eine Entscheidung geben.

Sie müssen nun Konzepte erarbeiten, die von der Koordinationsstelle Fanprojekte begutachtet werden. Gabriele Wesselmann, Leiterin des städtischen Amts für Kinder, Jugend und Familie, geht davon aus, dass bis Februar eine Entscheidung fällt und das Fanprojekt unter neuer Trägerschaft noch in der laufenden Bundesligasaison wieder an den Start gehen kann: "Alle haben ein Interesse daran, dass es weitergeht." Wer der geeignete Träger sei, wollte Helen Breit von der Nordtribünen-Fangruppe Supporters Crew nicht sagen, erst einmal sei jeder Bewerber für die aktiven Fans okay.


Überraschend hatte das JHW nach fünf Jahren im Juli seine Trägerschaft gekündigt mit der Begründung, kein geeignetes Personal zu finden (die BZ berichtete). Bis zur neuen Bundesligasaison, die Ende August begann, konnte keine Lösung gefunden werden, auch keine Übergangslösung. Gespräche zwischen Fangruppen und JHW blieben ergebnislos. Die Fanprojekt-Räume an der Ecke Schwarzwaldstraße / Sandfangweg sind seitdem geschlossen.

Wenig Hoffnung auf Beteiligung der Landkreise

In einem Podiumsgespräch im Vorderhaus hatte Wesselmann Ende September angekündigt, dass man für die Trägerschaft in Gesprächen sei. Der IB, langjähriger Partner der Stadt in der Jugendsozialarbeit und Jugendberufshilfe, hat Fanprojekterfahrung zum Beispiel in Darmstadt, Lübeck und Offenbach, und kann folglich mit bundesweiter Vernetzung punkten. Insgesamt gibt es in Deutschland 59 Fanprojekte. Das Freiburger Fanprojekt ist bislang mit 200.000 Euro pro Jahr ausgestattet, 100.000 Euro steuert die DFL bei, jeweils 50.000 Stadt und Land. Laut Wesselmann wird die Stadtverwaltung im neuen Doppelhaushalt dieselbe Summe wie bisher bereitstellen.

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