Ein Lego-Film aus Offenburg: Herr Olsson und die Einsamkeit

Benedikt Nabben

Aus über 10.000 einzelnen Fotos haben zwei Offenburger Studenten einen emotionalen Stop-Motion-Film über einen norwegischen Leuchtturmwärter produziert, der gegen die Einsamkeit kämpft. Als Charaktere dienen ausschließlich Legofiguren, die Landschaften bestehen aus Pappmaché.

Der Leuchtturmwärter Herr Olsson wohnt auf einer einsamen Insel in Norwegen. Als seine Frau Alva stirbt, flüchtet er sich in Erinnerungen und Traumwelten. Eine einfache Handlung, die jedoch durch viele Details und stimmungsvolle Hintergrundmusik rührend erzählt wird - und das ausschließlich durch Legofiguren.


“Es war wirklich eine Frickelarbeit”, sagt Simon Schneckenburger, einer der beiden Produzenten. “Wir haben die Legofiguren mit Knete und Pinzette Stück für Stück bewegt, in allen 112 Szenen.” Wie bei einem Daumenkino haben Simon und Dominik Sackmann, beide Studenten der Hochschule Offenburg, anschließend alle Einzelfotos am Computer hintereinandergelegt. Nach über drei Monaten Arbeit war der 14-minütige Film fertig. “In meinem alten Kinderzimmer hatten wir die Sets aufgebaut”, sagt Schneckenburger. “Und da das gesamte Lego aus meinem kindlichen Bestand ist, hatten wir auch fast keine Produktionskosten.”

Premiere hatte der Film auf dem Kurzfilmfestival "Shorts" in Offenburg. In Freiburg flimmerte er beim Videoslam in der Mensabar über die Leinwand und gewann. Deswegen wird der Film am 8. Juli 2013 auch beim Videoslam-Finale laufen.

Herr Olsson und die Einsamkeit

Quelle: Vimeo


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