Ein Kopf-Airbag statt Fahrradhelm

Carolin Buchheim

Diese Fahrradfahrerinnen sind Anna Haupt und Terese Alstinat. Und seit wir hier in der Redaktion gestern zum ersten Mal ein Video über die Erfindung der beiden Industrie-Designerinnen gesehen haben, hoffen wir zwei Dinge: 1. dass sie wirklich funktioniert und 2. dass die beiden verdienterweise Millionärinnen werden. Denn die Schwedinnen haben einen Kopf-Airbag als Fahrradhelm-Ersatz entwickelt.

Dieses Video haben wir leider gestern erst gesehen - dabei ist schon seit zwei Monaten online:

The Invisible Bicycle Helmet | Fredrik Gertten

Quelle: Vimeo


Was uns umhaut: die Dinger sind schon zu kaufen. Hövding heißen diese Fahrradhelme, die gar keine Fahrradhelme sind. Zugegeben "The Invisible Bicycle Helmet" ist als Bezeichnung vielleicht ein bisschen arg hoch gegriffen, denn unsichtbar ist der neuartige "Helm" nicht: statt eines Helms auf dem Kopf trägt man eben einen Airbag-Kragen auf der Schulter, der ganze 700g schwer ist. Im Sommer dürfte das gewöhnungsbedürftig sein - so wie ein herkömmlicher Helm allerdings auch.



Und dann wäre noch die Frage: wohin mit dem Hövding-Kragen, wenn man nicht auf dem Rad unterwegs ist? Einen Helm kann man immerhin einfach mit dem Schloß ans Fahrrad ketten, einen Hövding eher nicht, denn man kann den Reißverschluß schließlich öffnen. Vielleicht will man den Kragen aber auch gar nicht längere Zeit unbeobachtet lassen - denn das gute Stück kostet im Moment circa 480 Euro.

Mehr dazu:

[Bilder: Hövding]