Ein Jahr Gewichtshalbierung: Die Jubiläumsfolge

Eva Hartmann

Vergangenen Freitag vor einem Jahr erschien Evas erste Folge des Gewichtshalbierungsblogs. Während der letzten 12 Monate hat fudders Gewichtshalbiererin 24 Kilo, vier Kleider-, zwei Schuhgrößen und insgesamt 43 Zentimeter abgenommen. Was sich mit diesen Zahlen alles verändert hat, erzählt sie in ihrer heutigen Jubiläumsfolge.



Vor einem Jahr war ziemlich viel anders. Kurz gesagt wog ich einfach 24 Kilo mehr als jetzt. Was sich so lapidar dahinsagen lässt, birgt aber bei genauerer Betrachtung so einiges mehr an erwähnenswerten Veränderungen.


Damals passte ich so gerade eben noch in Hosen der Größe 52 hinein. Mein Bauch hatte einen derartigen Umfang, dass ich meine Beine in den irrsinnigsten Verrenkungen neben mich auf das Bett hieven musste, wenn ich mir die Schuhe binden wollte. Die geringste Anstrengung brachte mich erheblich ins Schwitzen. Ich war fett. Und ich fühlte mich elend.



Heute, nur ein Jahr später ertrage ich es kaum, mich auf Fotos aus dieser Zeit zu betrachten: Das soll ich gewesen sein? Die Klamotten, die ich auf meinem fettesten Foto trage, hängen jetzt nur so an mir runter. Schwer vorstellbar, dass ich da mal reingepasst habe. Dagegen gefalle ich mir in dem Körper, in dem ich jetzt stecke, schon deutlich besser. Der ist zwar immer noch üppig, aber insgesamt deutlich schlanker. Außerdem hat er mächtig an Muskeln zugelegt und vor allem: Mit dem kann man was anstellen. Der hält was aus.

Rauszufinden, was sich mit einem knappen halben Zentner weniger Ballast und deutlich mehr Kraft so alles anfangen lässt, macht mir derzeit unglaublich viel Spaß: Drei mal pro Woche Spinning, dazu erste Touren mit dem frisch erstandenen Mountainbike. Außerdem noch immer das intensive Krafttraining - mehrmals die Woche sage ich den Grenzen meiner Belastbarkeit gut gelaunt 'hallo' und das ein oder andere mal überschreite ich sie, um sie dann irgendwoanders feszustecken.



Überhaupt wäre so vieles von dem, was ich jetzt mache, damals noch undenkbar gewesen: Tanzen zum Beispiel.  Und unbeschwert durch die Stadt laufen, ohne die ganze Zeit mehr oder minder offensichtliche Blicke und Tuscheleien zu ertragen, macht das Leben auch um einiges einfacher. Zum ersten Mal seit mindestens fünf Jahren fühle ich mich wieder einigermaßen wohl in meiner Haut - Freunde sagen, man merkt mir das an. "Du bist selbstbewusster geworden", sagt eine gute Freundin, "irgendwie lockerer, lebensfroher".

Und so fühle ich mich auch: Buchstäblich unbeschwerter. Mittlerweile staune ich schon ganz schön darüber, was während der letzten 12 Monate alles so weggeschmolzen ist: Alleine am Bauch habe ich 20 Zentimeter verloren (von 113 auf 93); am Oberarm sind es sechs (38/32) und am Oberschenkel 17 (75/58). Die Aussicht, dass es bis zu meinem "Erstmal-ganz-zufrieden-Gewicht" von 75 Kilo nur noch acht Kilo zu schaffen gilt, motiviert mich: Das will ich dieses Jahr noch schaffen. Alles danach ist nur noch finetuning. Und wie viel ich dann noch abnehmen werde, werde ich nur noch von meinem Wohlfühlfaktor abhängig machen - vielleicht ist der bei 70 Kilo schon erreicht, vielleicht auch erst bei 60.



Das Gewichtshalbierungsblog wird also in die zweite Runde gehen - ich hoffe ihr seid weiterhin dabei. Denn, ganz wichtig: Ohne dieses Blog und ohne meine lieben Leser hätte ich das alles bestimmt nicht geschafft. Wärt ihr nicht gewesen, hätte ich in der ein oder anderen Motivationskrise sicherlich viel eher aufgegeben. Eure Unterstützung hat mich so manches Mal dazu bewegt, die Zähne zusammenzubeißen und gefälligst durchzuhalten. Danke dafür - ihr seid super!


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