Ein Flash-Mahnmal für den Irak-Krieg

Dirk Philippi

Das Internet-Projekt Iraq War Coalition Fatalities des New Yorker Designers Tim Klimowicz ist weit mehr als eine Flash-Animation, die auf einer Landkarte mit punktuellen Kleinstdetonationen das Sterben von Menschen seit dem Beginn des Irak-Kriegs am 20. März 2003 in Raum und Zeit nachzeichnet. Auf zahlreichen Internetseiten hat sich eine hitzige und äußerst tiefgründige Diskussion um dieses Projekt entzündet.



Für den amerikanischen Designer selbst ist sein Projekt ein Mahnmal, das für die Absurdität des Krieges betroffen und sensibel machen soll sowie im besten Falle die Erinnerung an die Toten über die Generationen hinweg tradiert. Aus der Unmöglichkeit alle Toten der kriegerischen Auseinandersetzungen darzustellen, hat sich der Amerikaner für die Darstellung der Opfer auf US- bzw. Koalitionseite entschieden, betont allerdings glaubhaft seine ernste Absicht zur maximal möglichen Objektivität seines Projekts. Für ihn sollen allein die Zahlen bzw. die Bilder seiner Darstellungsform sprechen, um beim Betrachter einen Prozess der politischen Meinungsbildung auszulösen.


Für die Kritiker der Animation ist  "Iraq War Coalition Fatalities" derweil ein Streitpunkt in Sachen Visual-Ästhetik und Informations-Objektivität bzw. Manipulierbarkeit.

Wir stellen Euch Klimowicz´ Projekt heute vor, da uns Eure Meinung dazu interessiert (Kommentarfunktion nutzen!).

Die in diversen Blogs bisher meist diskutierten Fragestellungen lauten:
  • Wie objektiv und unpolitisch kann journalistische Kriegsberichterstattung sein?
  • Inwiefern entspricht die Darstellung eines Kriegsopfers als schwarzer Punkt ästhetisch-moralischen Ansprüchen?

Mehr dazu: