EHC will Profiteam auslagern

Markus Hofmann

Acht Monate nach der Insolvenz der Wölfe GmbH hat der Vorstand des Oberligisten EHC Freiburg beschlossen, den Spielbetrieb des Profiteams erneut in eine eigenständige Gesellschaft (vermutlich GmbH) auszulagern. Dies gab der Club heute nach der 3:4-Heimniederlage gegen Ravensburg bekannt.

Das Vorhaben hat gegenwärtig noch Projektstatus, eine der treibenden Kräfte ist Holger Döpke, Speditionsunternehmer aus Endingen, Sponsor des EHC und Gesellschafter der alten GmbH. Außerdem gibt es laut Pressesprecher Karlin einige weitere Personen, die Interesse signalisiert haben, als Gesellschafter einzusteigen. "Ausschließlich Leute, die an der insolventen GmbH nicht beteiligt waren."


Warum hat sich der Vorstand des EHC (laut Karlin einstimmig) für diesen Schritt entschieden? "Der Verlauf dieser Saison hat gezeigt, dass es nicht glücklich ist, wenn der Profi- und der Amateurbereich aus der selben Kasse finanziert werden." Zukünftig sollen beide Lager trennscharf abgegrenzt werden - sowohl finanziell als auch personell. Auf der einen Seite der EHC als Verein, der ein langfristiges Entschuldungskonzept verfolgt. Auf der anderen Seite eine unternehmerisch geführte Gesellschaft, die das Freiburger Eishockey nach dem Absturz aus der DEL in die Oberliga wieder nach oben bringen soll.

Ziel ist es, dass die neue Gesellschaft, die schon in der kommenden Saison 2007/2008 den Spielbetrieb organisieren soll, am 1. Mai ihre Arbeit aufnimmt. Weitere Entscheidungen - zum Beispiel über die Besetzung des Geschäftsführers - wurden noch nicht getroffen. Das gilt auch für den Namen des neuen Teams. Vermutlich werden die Freiburger Eishockeyspieler aber auch in der neuen Gesellschaft als "Wölfe" über das Eis düsen. Pressesprecher Karlin: "Ich denke, der Wolf wird bleiben."

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Wölfe-Insolvenz: Audio-Mitschnitt der Pressekonferenz