Eishockey

EHC Freiburg schlägt EC Bad Nauheim 5:2

Benjamin Resetz

Nach mäßigem Saisonauftakt findet der EHC Freiburg in die Spur. Im Sonntagsspiel gegen den EC Bad Nauheim gewannen die Wölfe 5:2 und machten das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt.

In einem intensiven Match behielten die Breisgauer den kühleren Kopf und siegten verdient. Die Gastgeber begannen zielstrebiger und setzten während der gesamten Partie die klareren Aktionen. Aufgrund der intensiven Defensivarbeit beider Mannschaften blieb das Spiel jedoch über weite Strecken nur mäßig attraktiv und geprägt vom Kampfgeist der Protagonisten.


Die Pressekonferenz nach dem Spiel EHC Freiburg gegen EC Bad Nauenheim



Verteidiger Lutz Kästle, der eine starke Leistung zeigte, brachte die Wölfe mit einem ansatzlosen Schlenzer von der blauen Linie früh auf die Anzeigentafel (5.). Wenig später setzte sich Angreifer Enrico Saccomani – neben Kästle einer der besten Freiburger auf dem Eis – mit einem spektakulären Solo gegen zwei Gegenspieler durch und wurde regelwidrig am Torabschluss gehindert. Beim fälligen Penalty scheiterte der EHC-Crack allerdings an Gästekeeper Jan Guryca (10.). Die Wölfe schienen alles im Griff zu haben, da fiel plötzlich der Ausgleich durch Dusan Frosch (13.), sodass es beim Stand von 1:1 in die erste Pause ging.

Die Highlights des Spiels



Im Mittelabschnitt verloren die Freiburger kurzzeitig den Faden und ließen die Gäste, die auf konsequentes Forechecking setzten, wieder ins Spiel finden. Dominik Meisinger traf nur den Pfosten (24.). Besser machte es der zuvor glücklose Saccomani bei einem der wenigen gefährlichen Freiburger Angriffe und belohnte sich mit seinem ersten Saisontor (30.). Aber wiederum kassierten die Wölfe den Ausgleich – dieses Mal begünstigt durch einen Fehlgriff von Goalie Lukas Mensator, der bei einem Versuch des Bad Nauheimers Juuso Rajala nicht gut aussah und die Scheibe zum 2:2 in die Maschen gleiten ließ (34.). Eine erneute Strafzeit gegen die Wölfe endete dann aber im nächsten Tor zu deren Gunsten. Gerade von der Strafbank gekommen, bekam Routinier Dennis Meyer den Puck und fand beim Zwei-auf-eins-Konter Jannik Herm, der auf 3:2 stellte.

Im finalen Durchgang taten sich beide Teams in erster Linie über ihre harte Verteidigung und viele kleinere und größere Scharmützel auf dem Eis hervor – begünstigt vom Schiedsrichtergespann, das nicht seinen besten Tag erwischt hatte und der aufgeheizten Stimmung keinen Einhalt zu gebieten vermochte. Zahlreiche Strafzeiten wurden ausgesprochen – manche mehr, manche weniger gerechtfertigt. Die Partie entwickelte sich buchstäblich zu einem Schlagabtausch. Das bessere Ende fanden die Breisgauer. Mit einem Mann mehr auf dem Eis traf Petr Haluza, geduldig von seinen Kollegen freigespielt, zum 4:2 (56.). Eine Minute vor Ende setzte Niko Linsenmaier den Schlusspunkt.

EHC-Trainer Leos Sulak attestierte seinen Akteuren Kästle und Saccomani nach Spielende eine starke Leistung. "Wenn Rico jeden Abend so spielt, dann werden wir unsere Freude an ihm haben." Sein Gegenüber Petri Kujala ärgerte sich über die fehlende Effizienz seiner Mannen: "Wir haben Freiburg zeitweise hinten eingeschnürt, aber gute Chancen haben wir nicht herausgespielt. Da war mir zu viel Schönspielerei", so der EC-Coach.

Freiburg – Bad Nauh. 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) Tore: 1:0 (5.) Kästle (Billich, Duda), 1:1 (13.) Frosch (Dineen), 2:1 (30.) Saccomani (Herm), 2:2 (34.) Rajala (Götz), 3:2 (39.) Herm (Meyer, Vas), 4:2 (56.) Haluza (Brückmann, Mund), 5:2 (59.) Linsenmaier (Mund). Strafen: Freiburg 14, Bad Nauheim 14. Zuschauer: 2005.