Sahara-Sommer

Drohnenbilder zeigen Freiburger Wüste statt Green City

Simone Höhl

Dürr, dürrer, Grünflächen: Die Rasenflächen der Stadt sind verdorrt, ob sie sich komplett erholen, zeigt sich vielleicht erst im Frühjahr. Das Grillen bleibt in Freiburg weiter tabu.

Die Parks der Stadt sind allesamt beige und staubig. Das zeigt ein Blick aus der Vogelperspektive. Doch die Freiburger Wüste lebt zum Großteil noch, schätzt das städtische Gartenamt. Sobald es richtig regnet, kann das Grün wieder sprießen. Womöglich dauere das aber sogar bis zum Frühjahr – wenn überhaupt. Der jüngste Guss reicht auch nicht, um das Grillverbot aufzuheben.


Die Drohnenbilder sind beeindruckend. Sie zeigen von der Sonne verbrannte Wiesen im Eschholzpark, im Seepark und auf dem Stühlinger Kirchplatz. Das gleiche Bild im Dietenbachpark, Stadtgarten und anderswo: Mondlandschaft statt Green City. Grüne Tupfen bilden nur Bäume und Büsche, manche färben sich allerdings schon herbstlich.



Seit Wochen ist es trocken und Grillen ist weiterhin verboten: Zwar hat es am Montag erstmals wieder geregnet, doch nicht genug, sagt Rathaus-Sprecherin Martina Schickle am Dienstag auf BZ-Nachfrage. Die Stadtverwaltung hatte vergangene Woche überall im Wald offenes Feuer, Grillen und Rauchen untersagt, auch an offiziellen Grillstellen – Brandgefahr!

Ob der verbrannte Rasen endgültig abgestorben ist, kann das Garten- und Tiefbauamt noch nicht definitiv sagen. "Wir müssen abwarten, welche Flächen sich nach einem ausreichenden Regen wieder begrünen", heißt es dazu im Rathaus. Und zwar womöglich bis zum Frühling. Aber die Regenerationsfähigkeit der Flächen ist erstaunlich hoch, erklärt Sprecherin Schickle: "Die Erfahrung aus dem Jahrhundertsommer 2003 hat gezeigt, dass sich die meisten Rasenflächen im folgenden Jahr wieder erholt haben." Gegebenenfalls düngen die städtischen Gärtner sie dann im Frühjahr.

Wo das Gras tot ist, erfordert es mehr Arbeit: Die Flächen müssen neu eingesät oder Rollrasen darauf verlegt werden. Wobei der Fertigrasen nur für kleinere Flächen in Frage käme, sagt Martina Schickle. Möglichen Aufwand und Kosten kann die Stadtverwaltung derzeit noch nicht abschätzen.

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