Dreisamufer-Café hat geschlossen

Frank Zimmermann

Das Dreisamufer-Café hat seit vergangenem Wochenende geschlossen. Die Gründe sind unklar. Angeblich ist aber ein neuer Betreiber schon gefunden – ein Filialist, der in ganz Deutschland Restaurants betreibt, wie die Kollegen der Badischen Zeitung recherchiert haben.

Seit vergangenem Wochenende ist das Dreisamufer-Café an der Schreiberstraße geschlossen. Pächter Alexander Kühn, ein gelernter Koch, hatte zwar vor längerem gegenüber den Verpächtern angekündigt, aussteigen zu wollen. Warum er aber von heute auf morgen das Handtuch warf und damit auch die Verpächter des Lokals überraschte, ist unklar. Letztere bestätigten der BZ, einen großen, bundesweit operierenden Gastronomiefilialisten als Nachfolger gefunden zu haben. Dieser will das 2006 erbaute Lokal schon bald wieder eröffnen und langfristig betreiben.


"Liebe Gäste, aus technischen Gründen bleibt das Dreisamufer-Café heute leider geschlossen." Dieser Zettel klebt seit vergangenem Samstag an der Eingangstür des Dreisamufer-Cafés, wobei aus dem "heute" mittlerweile Tage geworden sind. Technischen Gründe sind Lars Bargmann, der als einer der Initiatoren und Leiter des Projekts nicht am operativen Geschäft beteiligt ist, unbekannt. Er sagt aber: "Ich halte es nicht für ausgeschlossen." Pächter Alexander Kühn war bislang weder für Bargmann noch für die BZ zu sprechen. Bargmann ließ durchblicken, dass man sich einen Pächterwechsel sicherlich anders vorgestellt habe. "Wir waren mit dem neuen Pächter noch nicht so weit." Die jetzige Schließung mit dem kryptischen Zettel an der Tür sei "kein schöner Zustand": "Ich hätte mir gewünscht, dass das Hand in Hand geht."

Was wird aus dem Personal?

Alexander Kühn, ehemals Betreiber des alteingesessenen Wiehre-Lokals Omas Küche, hatte das Dreisamufer-Café im Herbst 2008 übernommen; Inhaber blieb die Dreisam-Terrassen-GmbH von Frank Böttinger und Bela Gurath (beide auch Chefs der Veranstaltungsagentur Endless Event). In den Sommermonaten liefen die Geschäfte in dem Restaurant mit rund 70 Innen- und 400 Außenplätzen offenbar gut, nicht jedoch bei schlechtem Wetter. Vor allem in der kalten Jahreszeit war es problematisch, wobei sicherlich auch die Lage abseits der Innenstadt ihren Teil dazu beitrug. Obwohl Kühn einiges probiert habe, etwa mit Salsa-Abenden, habe es kein dauerhaft griffiges Konzept gegeben, glaubt auch Bargmann und betont noch einmal: "Das Wintergeschäft ist schwierig. Da muss man sich im Sommer Speck anfressen." Nach einem erfolgversprechenden Start und zahlreichen Neuerungen habe Pächter Kühn zuletzt die Zügel schleifen lassen. Warum, kann sich Bargmann nicht erklären. Unklar ist bislang, was aus den Mitarbeitern wird, von denen viele saisonal beschäftigt waren. Frank Böttinger nennt derweil "persönliche Gründe" für Kühns Rückzug und räumt ein, dass die Kommunikation auf der Strecke geblieben sei.

Der künftige Pächter, der gut 50 Restaurantfilialen in Deutschland betreibt, will sich noch nicht öffentlich äußern. Er plant, in das Dreisamufer-Café zu investieren und mit neuem Konzept an den Start zu gehen. Projektleiter Bargmann ist zuversichtlich: "Wir geben das in sehr erfahrene, profilierte Hände."

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