Dreimal dreister Diebstahl

David Weigend

Einer Rentnerin wird auf dem Hauptfriedhof die Handtasche gestohlen, bei der Freiburger Tafel wird eingebrochen, ein 23-Jähriger klaut im Rieselfeld Mountainbikes und verkauft sie im Internet mit dem Profil seiner Mutter.

1. Seniorin bestohlen

Einer 87 Jahre alten Frau wurde heute Vormittag, kurz nach 11 Uhr, auf dem Freiburger Hauptfriedhof die Handtasche gestohlen. Die Tasche war verdeckt neben dem Grab abgelegt, zu dessen Pflege die Frau dort zugange war.


Ein etwa 60 bis 65 Jahre alter Radfahrer, der etwa 180 Zentimeter groß und schlank sei, ist verdächtig, den Diebstahl begangen zu haben. Er wäre in Richtung Uniklinik weggefahren. Bei der Handtasche handelt es sich um eine schwarze Lederhandtasche mit Geldbörse, Hausschlüssel, EC-Karte und persönlichen Papieren. Sachdienliche Hinweise bitte an den Polizeiposten Freiburg-Herdern, Telefon 0761 / 296070

2. Einbruch in soziale Einrichtung

Bei der Freiburger Tafel, einer wichtigen sozialen Einrichtung der Stadt Freiburg an der Schwarzwaldstraße, waren in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Einbrecher zugange. Der Einbruch war am Freitagmorgen vom Hausmeister bemerkt worden, als er die Ladentür aufschloss. Wie sich herausstellte, waren Einbrecher über Nacht in den Laden mit Gewalt eingedrungen. Er befindet sich in einem Mehrfamilienhaus. Der Verkaufsraum und alle Nebenräume waren durchsucht worden, ein Durcheinander und Schäden an Türen und Einrichtung die Folge. Gestohlen wurde neben einem kleinen Bargeldbetrag  auch ein Kaffeeautomat und ein digitaler Fotoapparat. Das Polizeirevier FR-Süd ermittelt.

3. Junger Mann klaut in Nachbarschaft

Die Ermittler beim Polizeiposten Rieselfeld kamen vor wenigen Tagen einem 23-jährigen Einbrecher auf die Spur, als ein Bürger aus dem Stadtteil den Diebstahl seines teuren Fahrrades anzeigte und gleichzeitig den Verdacht äußerte, dass vermutlich Teile von diesem bereits im Internet angeboten werden. Die Recherche der Fahnder auf den Webseiten einer Auktionsplattform führte recht schnell zu dem 23-Jährigen aus dem gleichen Stadtteil.

Mit Beschluss der Justizbehörden wurde daraufhin eine Durchsuchung seiner Wohnung und Kellerräume durchgeführt und rasch ließen sich etliche Straftaten klären, da reichlich Diebesgut aus Kellereinbrüchen und Diebstählen aus Tiefgaragen (überwiegend im Stadtteil Rieselfeld) aufgefunden wurde. Drei hochwertige, bereits zerlegte Mountainbikes, ein Rennrad, einen Wäschetrockner, zwei Golfbags und eine Sackkarre hatte der junge Mann aus seinen Beutezügen noch gelagert.

Bei der Vernehmung gab der 23-Jährige weitere Straftaten zu und gestand auch, dass er für die Versteigerung der gestohlenen Sachen auch die Daten seiner Mutter benutzt hatte, die deswegen auch in den Fokus der Ermittler geraten war. Die Frau wusste bis dahin jedoch nichts von den Umtrieben ihres Sohnes. Den gestohlenen Wäschetrockner hatte der junge Mann übrigens in seiner Wohnung in Betrieb.