Drei Fragen an Wolfgang Stickel vom Schüler-Film-Forum

Nora Scheffel

Seit Donnerstag läuft im Kommunalen Kino das Schüler-Film-Forum, auf dem das Friedrich-Gymnasium und fudder mit dem Gemeinschaftsprojekt "120 Sekunden Freiburg" für den Förderpreis Schulische Videoarbeit nominiert ist. Drei Fragen an Organisator Wolfgang Stickel, 61, von der Medienwerkstatt Freiburg:



Herr Stickel, Sie sind von Anfang an dabei, gibt es einen Film, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Stickel: Zwei Filme gibt es, die mir da spontan einfallen. Die Autoren sind dieses Jahr wieder vertreten. Sie werden die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg vorstellen. Nico Ehret ist im dritten oder vierten Semester und hat vor etwa zehn Jahren die ersten beiden Teile von "Herr der Ringe" nachgespielt.Das war erstklassiges Kino was die da abgeliefert haben. Maurice Hübner macht gerade seinen Abschlussfilm. Er war von Anfang an beim Schüler-Film-Forum dabei, und hat bis zum Abitur hervorragende Arbeiten vorgezeigt.Wie etwa 2003 "The Witchboard". Ein toller Horrorthriller.

Wie kam es zu der Gründung des Schüler-Film-Forums?

Als Medienwerkstatt haben wir viele Jugendliche bei ihrer Arbeit in Video-AGs in Schulen unterstützt. Dabei haben wir festgestellt, dass zum Teil schon qualitativ und künstlerisch sehr hochwertige Filme entstehen. Wir fanden es schade, dass diese Filme in den Klassenzimmern verkümmern, ohne je groß gesehen zu werden. Mit dem Schüler-Film-Forum ist es uns gelungen, eine Veranstaltung zu schaffen, wo solche Arbeiten präsentiert werden, und sich junge filminteressierte Menschen vernetzen können.

Wie kann man sich den diesjährigen Wettbewerb vorstellen?

Das Schüler-Film-Forum ist in drei Sparten aufgeteilt. Die erste Sparte beinhaltet den RVF-Kurzfilm-Wettbewerb mit dem Motto "Ein feiner Zug". Die besten drei Filme gewinnen einen der Preise mit einem Gesamtwert von 1000 Euro. Die zweite Sparte ist der "Förderpreis Schulische Videoarbeit". Auch hier gibt es einen Preis zu gewinnen, der mit 1000 Euro dotiert ist. Dieses Jahr treten sieben Schulen mit acht Videoprojekten an. Hier entscheidet die Kreativität der Schüler über das Thema. Und die dritte Sparte ist das klassische Programm. Hier werden viele interessante Projekte von Jugendlichen gezeigt: Die Bandbreite der Filme ist sehr unterschiedlich, von Zeichentrick über Doku bis zum Spielfilm.  

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[Foto: Thomas Kunz]