Pius-Brüder

Drei Demonstrationen in der Freiburger Innenstadt

Simone Lutz

Bei der Demonstration der ultrakonservativen Pius-Brüder war die Polizei massiv präsent. Eine bunte und laute Gegendemonstration begleitete die Abtreibungsgegner.

Rund 200 Demonstranten, etwa 250 Gegendemonstranten, so die Schätzung der Polizei, und ein Vielfaches an Polizisten – am Freitag zog die ultrakonservative Pius-Brüderschaft durch die Innenstadt und legte den Straßenbahnverkehr für rund zwei Stunden lahm.


Die Störung sei wie "Rosenmontagsregelung plus Baustellen-Unterbrechungen", sagte VAG-Sprecher Andreas Hildebrandt. Zuvor war eine kurzfristig angemeldete Kurden-Demo vom Augustinerplatz losgezogen – in die Quere kamen sich die Demos nicht.

Cheerleader und aufgeblasene Kondome

Die Polizei zeigte mit einem massiven Aufgebot samt Reiterstaffel Präsenz und riegelte Nebenstraßen und Passagen ab, als die Pius-Brüder durch die Kajo zogen. Während die fundamentalistischen Christen gegen Abtreibung und Verhütung anbeteten, wurden sie von einem bunten und lauten Gegendemonstrationszug begleitet: Mit Cheerleadern, aufgeblasenen Kondomen, Stelzenläufern und Transparenten forderten die meist jungen Leute "Haut ab, haut ab" und sangen: "Eure Kinder werden so wie wir." Zu größeren Zwischenfällen kam es bis Redaktionsschluss nicht.