Doppelpack: Young Rebel Set und Jupiter Jones im Zirkuszelt

Hannah Allgaier & Janos Ruf

Reichlich Gitarren gab's am Samstagabend im Zirkuszelt beim Doppelkonzert von Young Rebel Set und Jupiter Jones. Wie's war? Hannah war für fudder dabei:



Matt Chipchase, Sänger von Young Rebel Set, nuschelt. So richtig verstehen, was er zwischen den Songs ins Mikro sagt, tut wohl niemand im Publikum. Doch zwei Wörter erkennt man genau: „Prost Freiburg“ Matt hebt sein Bier in die Höhe und stößt mit den Freiburgern an.

Irgendwie weiß man das ganze Konzert über nicht genau, was man von der sechs Engländern halten soll. Kommen sie gerade erst von einer Party? Sind die betrunken? Oder ist das einfach nur die englische Gelassenheit?

Egal: nach den ersten Songs haben die Engländer das Freiburger Publikum überzeugt. Langsam wird mitgewippt und die Musik zieht die Zuschauer in ihren Bann. Die romantisch angehauchten Lieder beschreiben das Leben im Norden Englands, zerbrochenen Beziehungen und die daraus entstehende Hoffnungslosigkeit. Mit seinen Gedanken reist man mit den Jungs in ihre Heimat und befindet sich plötzlich in einem englischen Pub, anstatt im stickigen Zelt.

Manche Songs kommen einem etwas bekannt vor. Die erste Hälfte des Songs „If I was“ erinnert etwas an Dylans Werk „Girl from the north country“. Doch Zeit zum Grübeln bleibt nicht...
Obwohl das Publikum am Ende eine Zugabe fordert, kommen die Engländer nicht nochmal auf die Bühne. Schade!



„ Habt ihr Lust heute Abend richtig gute Musik zu hören? Das hoffe ich für euch!“ Mit diesen Worten begrüßt Jupiter Jones-Sänger Nicholas Müller das ZMF-Publikum. Sofort steigt der Lärmpegel im Zelt an. Der Großteil des Publikums ist doch eher wegen den sympathischen Jungs aus der Eifel gekommen. Wer Jupiter Jones bis jetzt nur von ihrer Erfolgssingle „Still“ kannte, wird vom ZMF-Konzert vielleicht enttäuscht nach Hause gegangen sein. Denn während des Konzertes kommt immer wieder die Frage auf, warum die fünfköpfige Band gerade mit dieser Single so erfolgreich sind. Sie spielen ihre beiden bekanntesten Songs „Still“ und „Nordpol/Südpol“ direkt hintereinander. Und irgendwie fallen gerade diese beiden Lieder etwas aus der Playliste. Sie sind nicht laut und rockig. Nein, Jupiter Jones scheint eher mit ihren ruhigen, fast schon melancholischen Songs, erfolgreicher zu sein.

Doch auch die restlichen Songs können sich durchaus hören lassen. Das Publikum ist sofort Feuer und Flamme, wenn Nicholas in die Saiten seiner Gitarre haut und mit seiner rauchigen Stimme ins Mikro singt. Auch die witzigen Einlagen zwischen den verschiedenen Lieder, bringen das Publikum immer wieder zu lachen. „Das ist übrigens Chuck. Er bringt mir immer meine Gitarren zum Wechseln auf die Bühne. Aber Chuck ist schon vergeben. Ganz anders Max da hinten an seinem Schlagzeug. Der ist noch zu haben", preist Nicholas den Schlagzeuger an. Diese Lockerheit trägt die Band durch das ganze Konzert.

Ein schöner Abend, der nicht nur auf die zwei Hitsingles beschränkt werden sollte, denn Jupiter Jones können weitaus mehr, als nur Radiosongs!

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Foto-Galerie: Janos Ruf

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