Dong, Dong, Dong: Das Freiburger Münster twittert zu jeder vollen Stunde

Manuel Lorenz

Nach dem Big Ben und dem Kölner Dom hat jetzt auch das Freiburger Münster einen eigenen Twitter-Account. Was es twittert und wer dahinterstecken könnte.



15 Uhr - das richtige Freiburger Münster lässt dreimal seine Glocken läuten, sein Twitter-Pendant transkribiert den Klang mit den Worten "Dong, Dong, Dong". Mehr lässt Twitter-User @fr_muenster nicht verlautbaren - ein "Dong" für jede volle Stunde, und das seit Mitte letzter Woche. Wem das gefällt? Wer Unserer Lieben Digital-Frau bislang folgt? 33 Nutzer.


Die Idee ist natürlich nicht neu. Der Big Ben twittert seit 2009 ("Bong", 438.000 Follower), der Kölner Dom ("Dong", 3834 Follower) und der Spasski-Turm des Kreml ("БОМ", 9518 Follower) seit 2013, Notre Dames digitale Glocken schweigen seit 2010.

@fr_muenster gibt auf seinem Profil zwar die Website freiburgermuenster.info an; am Freiburger Münster weiß man von einem eigenen Twitter-Account allerdings nichts und gibt sich verwundert. Auf die Frage, wie man das Twitter-Münster denn erreichen könne, antwortet dieses lediglich: "Ganz einfach! Ich bin dieses große Ding mitten in #Freiburg. Soll ich euch eine Wegbeschreibung schicken?" Eine E-Mailadresse würde es nicht besitzen. "Bin ja auch nicht mehr die Jüngste."

Vielleicht steckt hinter @fr_muenster ja Mirko Westermeier. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete, entwickelte der Münsteraner Informatikstudent vor drei Jahren eine App, die zu jeder vollen Stunde die richtige Anzahl an Glockenschlägen twittert. Als Vorbild diente ihm dazu der Big Ben; seine ersten eigenen digitalen Kirchtürme waren die Münsteraner Lambertikirche und der Paulusdom. Ende vergangenen Jahres folgte der Kölner Dom. All diese Twitter-Profile sind genau so aufgebaut wie dasjenige des Freiburger Münsters und umschreiben das Läuten mit demselben einsilbigen Wort: Dong.

Twitter-Profile anderer Denkmäler und Kunstwerke:

 
  • Damien Hirsts Hai
 

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