OB-Wahl in Freiburg

Dieter Salomon und Martin Horn gehen selbstbewusst in den Dreikampf mit Monika Stein

Florian Kech

Die linke OB-Kandidatin Monika Stein greift auch im zweiten Wahlgang an. Wie reagieren ihre beiden Kontrahenten Salomon und Horn auf die Entscheidung? Die Kandidaten äußern sich im Videointerview.

Er habe keine Schützenhilfe von Monika Stein erwartet, sagt Freiburgs amtierender Oberbürgermeister Dieter Salomon einen Tag nach der Erklärung der linken Herausforderin, dass sie auch im zweiten Wahlgang mitmischen will. Zwischen ihm und seiner Herausforderin war es zu einem Vieraugengespräch gekommen. Über die Inhalte wollte sich der OB nicht weiter äußern.


Im Videointerview mit der BZ gibt Salomon außerdem an, zwei Tage gebraucht zu haben, das für ihn enttäuschende Ergebnis zu verdauen. In den verbleibenden Tagen bis zum zweiten Wahlgang am 6. Mai will er noch einmal alles versuchen, das Ergebnis zu drehen. Unterstützung erhält er dabei unter anderem von den grünen Hochkarätern Cem Özdemir und Winfried Kretschmann. Die beiden hätten ihre Hilfe angeboten, sagt Salomon.



Auch der Überraschungssieger des ersten Wahlganges Martin Horn zeigte Verständnis für Monika Steins Entscheidung. Allerdings verweist er auf viele inhaltliche Schnittmengen, die es seiner Auffassung nach mit dem linken Stein-Lager gegeben habe. Aber "Frau Stein ist frei in dem, wie sie sich entscheidet", sagt Horn.

Der Kandidat der SPD wird in den kommenden Tagen seinen intensiven Wahlkampf fortsetzen und möglichst viele Bürger im direkten Kontakt auf der Straße oder bei Hausbesuchen zu erreichen versuchen. Sein Team habe auch über die Unterstützung von Politgrößen nachgedacht. Im Gespräch soll sogar Außenminister Heiko Maas gewesen sein, sagt Horn. Aber man habe sich dagegen entschieden.



Am Mittwochabend hatte Monika Stein, die im ersten Wahlgang knapp hinter Horn und Salomon lag, die Fortsetzung ihrer Kandidatur bekannt gegeben.





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